Ethereum verschiebt Glamsterdam-Test - ETF-Abflüsse belasten Ethereum-Kurs
Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 13:07 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSETF-Abflüsse und Upgrade-Verzögerung
- Ethereum zeigte beim Abruf am 1. November 2026 einen Kurs von 2.254,40 USD.
- Die Glamsterdam-Aktivierung auf dem Hoodi-Testnetz wurde verschoben; ein neuer Termin steht nicht fest.
- US-Spot-Ether-ETFs verzeichneten laut Farside-Daten im Oktober bis zum 26. Oktober Abflüsse von rund 1,18 Milliarden USD.
- Für eine nachhaltigere Erholung wären neue ETF-Zuflüsse oder ein bestätigter Testnet-Termin wichtige Signale.
Der Ethereum-Kurs bleibt zwischen technischen Unsicherheiten und schwächerer institutioneller Nachfrage gefangen. Die Kursseite von Investing.com zeigte beim Abruf am 1. November 2026 um 21:48:40 Berliner Zeit 2.254,40 USD. Die Seite wies zudem eine Tagesspanne von 2.237,46 bis 2.259,03 USD, ein 24-Stunden-Volumen von 4,61 Milliarden USD und eine Marktkapitalisierung von 274,91 Milliarden USD aus.
Glamsterdam verliert den Zeitplan
Die Ethereum Foundation verschob am 22. Oktober die für den 26. Oktober geplante Glamsterdam-Aktivierung auf dem Hoodi-Testnetz. In ihrem Blog nennt sie weitere Untersuchungen zur Wechselwirkung von EIP-8037 mit bereits eingesetzten Mainnet-Smart-Contracts als Grund. Der ursprünglich vorgesehene Zeitpunkt war der 26. Oktober 2026 um 17:42:48 UTC bei Epoche 132.352. Ein neuer Aktivierungstermin wurde nicht festgelegt.
Die Verschiebung betrifft Hoodi und setzt keinen Termin für das Ethereum-Mainnet. Die Foundation betont außerdem, dass Mainnet-Nutzer und ETH-Halter wegen dieser Änderung nichts unternehmen müssen. Für Anleger entfällt damit zunächst ein klar datierter technischer Meilenstein, an dem sich Erwartungen ausrichten könnten.
ETF-Nachfrage bleibt ein Belastungsfaktor
Parallel dazu fiel die Nachfrage über US-Spot-Ether-ETFs im Oktober schwach aus. The Crypto Times berichtete unter Berufung auf Farside Investors, dass bis zum 26. Oktober rund 1,18 Milliarden USD aus den Produkten abgeflossen waren. Nur drei von 17 Handelstagen im Oktober verzeichneten demnach Nettozuflüsse. Im September hatten die Ether-ETFs noch 832,43 Millionen USD eingesammelt.
Das ETF-Signal ist für den Ethereum-Kurs relevant, weil diese Produkte einen regulierten Zugang zu Ether bieten und damit institutionelle Nachfrage abbilden. Ein einzelner Datenpunkt belegt jedoch keine sichere Kursrichtung. Anleger sollten deshalb zwischen dem aktuellen Preis, den Fondsflüssen und dem technischen Entwicklungsplan unterscheiden. Eine Erholung wäre aus Marktsicht belastbarer, wenn sich die ETF-Abflüsse in anhaltende Zuflüsse drehen oder die Entwickler einen neuen Hoodi-Termin bestätigen.
Worauf Anleger jetzt achten
Im kurzfristigen Nachrichtenbild stehen somit drei Punkte im Vordergrund: die Entwicklung der ETF-Flüsse, ein neuer Zeitplan für Glamsterdam und die Reaktion des ETH-Kurses auf diese Informationen. Die Verzögerung ist zunächst ein Sicherheits- und Prüfungsentscheid der Entwickler, keine Absage des Upgrades. Der Ethereum-Kurs bleibt zugleich einem rund um die Uhr handelnden, schwankungsanfälligen Markt ausgesetzt.
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