Aktien Europa: Verluste - Aktien von Volvo Cars und Kering brechen ein
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 12:10 Uhr | dpa, AD HOC NEWSSchwache US-Vorgaben und hohe Energiepreise zügelten einmal mehr die Notierungen. "Steigende Ölpreise und das MetaUS30303M1027-Debakel haben den Nasdaq 100 US6311011026 erneut um fast drei Prozent nach unten geschickt", merkte Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets an. Die hohen Investitionen des US-Unternehmens in Künstliche Intelligenz verstärkten Sorgen, dass die Ausgaben schneller stiegen als die Erträge.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor am Mittag 0,69 Prozent auf 6.044,88 Punkte. Auch außerhalb des Euroraums ging es nach unten. Der Schweizer Leitindex SMI CH0009980894 sank um 0,68 Prozent auf 14.448,00 Punkte, der britische FTSE 100 GB0001383545 gab um 0,55 Prozent auf 10.666,04 Punkte nach.
Schwächster Sektor waren die Autowerte. Desaströse Geschäftszahlen bescherten den Aktien von Volvo Cars SE0021628898 einen Einbruch von 26 Prozent. Das Unternehmen war im dritten Quartal tief in die Verlustzone gerutscht. Auch der Nutzfahrzeughersteller Volvo AB SE0000115446 konnte die Anleger mit seinem Quartalsbericht nicht überzeugen. Die Aktie sank um ein Prozent.
Mit den Zahlen von Kering FR0000121485 kam es erneut zu einer negativen Überraschung im Luxussegment. Die Aktie büßte wegen der Lage bei der wichtigen Marke Gucci 11,7 Prozent ein. Auch andere Werte des Sektors schwächelten. Einen Lichtblick gab es dagegen von L'Oreal FR0000120321, deren Aktien sich mit den Luxuswerten im Sektor der Konsumgüter befinden. Hier ging es um 4,7 Prozent nach oben. Die Analysten von Jefferies bezeichneten die Zahlen zum dritten Quartal als beeindruckend. Der Kosmetikkonzern habe die Konsensschätzungen deutlich übertroffen.
Bau- und Baustoffwerte zeigten sich dagegen vergleichsweise stabil. Sie profitierten von den Kursgewinnen von Holcim CH0012214059, die nach ihren Quartalszahlen um sechs Prozent anzogen. Die Analysten von Goldman Sachs hoben die starke operative Entwicklung trotz eines schwierigen Marktumfelds hervor.
Die Berichte anderer Unternehmen des Sektors kamen dagegen nicht so gut an. Während die Aktien von Vinci FR0000125486 auf der Stelle traten, ging es für Sika um 1,7 Prozent abwärts. Dem Bericht des Bauchemiekonzerns gewannen die Analysten von Baader zwar positive Aspekte ab, doch das China-Geschäft lasse zu wünschen übrig. Die Zahlen des französischen Infrastrukturunternehmens bezeichneten die Experten von Jefferies dagegen als unspektakulär.
Angesichts weiter gestiegener Ölpreise lagen die Ölwerte an der Spitze der Einzelsektoren. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hatte nach eigenen Angaben das saudische Verteidigungsministerium in Riad angegriffen, womit sich die Lage weiter verschärft hatte. Aktien von Eni IT0003132476 gewannen nach neuen Zahlen über vier Prozent. Die Analysten von JPMorgan attestierten dem italienischen Konzern ein weiteres starkes Quartal. Zudem hatte Eni den Aktienrückkauf aufgestockt.
