Datenrettung, Datenwiederherstellung

Fotos aufgerÀumt, Originale weg: Wenn die Cloud den Löschvorgang synchronisiert

Veröffentlicht am: 04.09.2026 um 09:55 Uhr | pressetext, AD HOC NEWS

Berlin/Leipzig - Nach dem Sommer ist der Speicher voll. Tausende Aufnahmen aus dem Urlaub, dazu Screenshots und Videos, und seit Wochen meldet das Smartphone, dass kein Platz mehr ist. Wer dann aufrÀumt, nutzt meist die Funktion, die das GerÀt selbst anbietet: Àhnliche Bilder anzeigen, mehrere markieren, alles auf einmal entfernen. Der Vorgang dauert eine Minute. Dass dabei auch Aufnahmen verschwunden sind, die es nur einmal gab, fÀllt oft erst Wochen spÀter auf. RecoveryLab ordnet ein, welche Wege nach einem solchen Löschvorgang noch offenstehen.

Ähnlich ist nicht dasselbe wie doppelt

Je nach Foto-App werden entweder tatsĂ€chliche Duplikate oder lediglich sehr Ă€hnliche Aufnahmen zusammengefasst. Welche Merkmale dabei wie gewichtet werden, hĂ€ngt vom jeweiligen Dienst ab. In solchen Ansichten stehen mehrere Bilder einer Serie und unterschiedliche Fassungen desselben Motivs oft dicht nebeneinander. FĂŒr den Anwender wirkt die Auswahl schnell eindeutig. Ob es sich tatsĂ€chlich um austauschbare Dateien handelt, lĂ€sst sich in der Übersicht meist nicht erkennen. Eine PrĂŒfung vor dem BestĂ€tigen der Auswahl lohnt sich.

Das eigentliche Risiko liegt im Abgleich

Der Löschvorgang bleibt selten auf dem GerĂ€t. Cloud-Fotodienste halten den Bestand ĂŒber alle angemeldeten GerĂ€te hinweg auf demselben Stand, und eine Löschung ist fĂŒr den Abgleich eine Änderung wie jede andere. Sie kann an weitere GerĂ€te weitergereicht werden, die mit demselben Konto und derselben Fotomediathek verbunden sind. Eine synchronisierte Foto-Mediathek ersetzt kein unabhĂ€ngiges Backup. Wer das Bild anschließend auf einem zweiten synchronisierten GerĂ€t sucht, findet dort denselben Datenbestand vor.

Der Papierkorb ist eine Frist, keine Sicherung

Bleibt der Ordner fĂŒr kĂŒrzlich gelöschte Objekte. Er hĂ€lt die Aufnahmen je nach Dienst zwischen 30 und 60 Tagen vor. Übersehen wird dieses Fenster, weil der Verlust selten im Moment des Löschens auffĂ€llt, sondern spĂ€ter, beim Suchen nach einem bestimmten Bild. Nach Ablauf der Frist werden die Aufnahmen dauerhaft entfernt und lassen sich ĂŒber den Papierkorb des Dienstes nicht mehr wiederherstellen.

Was in den ersten Stunden zÀhlt

Sinnvoll ist zuerst die Frage, ob irgendwo noch eine Kopie liegt, die den Abgleich nicht mitgemacht hat. Ein Tablet, das seit Wochen im Schrank liegt, ein altes Notebook, eine lokale Sicherung am Rechner, die Speicherkarte aus der Kamera. Ein solches GerÀt gehört in den Flugmodus, bevor es sich anmeldet und den Abgleich nachholt. Jeder weitere Schreibzugriff auf einen betroffenen DatentrÀger kann die Ausgangslage verschlechtern.

Auch Recovery-Software sollte nicht auf dem betroffenen Medium installiert werden, und wiederhergestellte Dateien gehören niemals dorthin zurĂŒckgespeichert. Bei wichtigen Daten empfiehlt RecoveryLab, auf weitere Eigenversuche zu verzichten und das Medium zunĂ€chst analysieren zu lassen.

Wann professionelle Datenrettung ins Spiel kommt

An dieser Stelle ist eine Unterscheidung wichtig. Wurden die Aufnahmen ausschließlich im Cloud-Konto und auf dem Smartphone gefĂŒhrt und ist auch die Papierkorbfrist abgelaufen, sind die Möglichkeiten stark eingeschrĂ€nkt. Moderne Smartphones arbeiten mit verschlĂŒsseltem Flashspeicher und komplexer interner Speicherverwaltung.

Ob sich noch Daten rekonstruieren lassen, hĂ€ngt vom jeweiligen GerĂ€t ab, vom Zustand seines Speichers und davon, welche Bereiche nach dem Löschen bereits weiterverwendet wurden. Anders sieht die Ausgangslage aus, wenn zusĂ€tzlich ein lokaler DatentrĂ€ger beteiligt war: eine Speicherkarte aus der Kamera, eine externe Festplatte, eine SSD mit einer frĂŒheren Sicherung oder ein USB-Stick mit einem Ă€lteren Export.

Warum jede Speichertechnik ein eigenes Verfahren verlangt

Wie die Analyse verlĂ€uft, hĂ€ngt vom betroffenen Medium ab. Soweit der Zustand des DatentrĂ€gers es zulĂ€sst, wird zunĂ€chst ein Abbild erstellt und anschließend auf Arbeitskopien ausgewertet, der OriginaldatentrĂ€ger bleibt unberĂŒhrt. Bei Speicherkarten, die als SDXC-Medium ab Werk mit exFAT formatiert sind, können unter anderem verbliebene VerzeichniseintrĂ€ge, Zuordnungsinformationen und Strukturen wie die Allocation Bitmap in die Analyse einbezogen werden.

Ein Flash-Speicher verhÀlt sich dabei grundlegend anders als eine Festplatte, weil ein Controller die Zuordnung zwischen logischen Adressen und tatsÀchlichen Speicherzellen intern verwaltet und Mechanismen zur Freigabe und Speicherbereinigung eigenstÀndig arbeiten. Ob und in welchem Umfang eine Wiederherstellung gelingt, hÀngt vor allem davon ab, wie viel nach dem Löschen noch geschrieben wurde.

(Ende)

Aussender: RecoveryLab Datenrettung Ansprechpartner: Stefan Berger Tel.: +49 341 392 817 89 E-Mail: info@recoverylab.de Website: www.recoverylab-datenrettung.de/berlin/

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