FTSE 100: 10.638,43 Punkte vor schwächerem Start
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 09:47 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSFTSE 100 startet mit Gegenwind
- Der FTSE 100 schloss am 3. November 2026 bei 10.638,43 Punkten und verlor 1,1 Prozent.
- IG erwartete für den 4. November einen um 0,4 Prozent niedrigeren Auftakt bei 10.593,43 Punkten.
- Die US-Zwischenwahlen, Verluste bei Technologiewerten in Asien und der anstehende Zinsentscheid der Bank of England prägen den Ausblick.
Der FTSE 100 steht am Mittwoch, 4. November 2026, vor einem schwächeren Start in die Londoner Sitzung. Der britische Leitindex hatte den Handel am Dienstag bei 10.638,43 Punkten beendet und damit 1,1 Prozent verloren. Für den Auftakt am Mittwoch signalisierten die von IG genannten Futures einen Rückgang um 45,0 Punkte beziehungsweise 0,4 Prozent auf 10.593,43 Punkte. Diese Vorgabe ist eine Markterwartung und kein offizieller Indexstand.
US-Wahl belastet globale Risikostimmung
Nach Angaben von Alliance News über Morningstar übernahmen die Demokraten bei den US-Zwischenwahlen die Kontrolle über Senat und Repräsentantenhaus. Die Nachricht verstärkte die Sorgen über mögliche politische Hürden für Rechenzentren und künstliche Intelligenz sowie über die künftige US-Finanzpolitik. An den asiatischen Märkten standen deshalb vor allem Technologie- und Halbleiterwerte unter Druck.
Der britische Index ist von dieser Entwicklung nicht im gleichen Maß abhängig wie technologieintensive US-Benchmarks. Die internationale Risikostimmung bleibt jedoch ein wichtiger kurzfristiger Faktor für London, insbesondere für rohstoffnahe und konjunktursensible Indexmitglieder. Der FTSE 100 war am Dienstag laut Reuters bei Fidelity von Bergbau- und Bankwerten belastet worden. Der Rückgang beendete eine Serie von vier positiven Sitzungen.
Bank of England im Fokus
Zusätzliche Aufmerksamkeit richtet sich auf Donnerstag, den 5. November. Dann entscheidet die Bank of England über die Geldpolitik und veröffentlicht ihren geldpolitischen Bericht. Reuters zufolge rechnen Marktteilnehmer mit einer Anhebung um 25 Basispunkte. Für britische Banken, Versorger, Immobilienwerte und andere zinssensitive Unternehmen kann die Entscheidung die Bewertungserwartungen verändern. Der FTSE-100-Vorbericht liefert damit vor allem einen Ausblick auf die anstehenden Impulse; ein Schlussstand für die Sitzung vom 4. November liegt zum maßgeblichen Zeitfenster noch nicht vor.
Öl und Nahost bleiben Risikofaktoren
Auch die Entwicklung am Ölmarkt bleibt relevant. Alliance News berichtete am frühen Mittwoch von Brent bei 104,18 US-Dollar je Barrel und verwies zugleich auf neue US-Angriffe auf den Iran sowie widersprüchliche Signale zu möglichen Verhandlungen. Ein erneuter Anstieg der geopolitischen Risiken könnte Inflations- und Zinsängste verstärken, während fallende Energiepreise den Druck auf Kosten und Verbraucher entlasten würden. Für den FTSE 100 ist die Wirkung deshalb nicht eindeutig: Energieunternehmen profitieren grundsätzlich von höheren Preisen, andere Branchen von niedrigeren Kosten.
Im Unternehmenskalender stehen unter anderem Halbjahreszahlen von Marks & Spencer und Trainline sowie Handelsupdates von Barratt Redrow, Coca-Cola HBC, JD Wetherspoon und Smith & Nephew. Im weiteren Tagesverlauf werden außerdem Einkaufsmanagerdaten aus Großbritannien und der Eurozone sowie US-Konjunkturdaten erwartet. Anleger sollten die genannten Futures als Orientierung und nicht als bestätigte Eröffnung interpretieren. Weitere Berichte zum Index finden Sie auf der FTSE-100-Themenseite.
