MDAX schließt am 29. Oktober 1,23 Prozent höher
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 18:58 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSMDAX beendet starken Handelstag
- Der MDAX schloss am 29. Oktober 2026 mit 30.798 Punkten und einem Plus von 1,23 Prozent.
- EZB und Fed ließen die Leitzinsen unverändert, während Unternehmenszahlen das Bild im Index prägten.
- Salzgitter führte die Gewinner an, Knorr-Bremse und Heidelberger Druckmaschinen standen nach Zahlen deutlich unter Druck.
Der MDAX hat den Handel am Donnerstag, 29. Oktober 2026, deutlich fester beendet. Der Index der mittelgroßen deutschen Unternehmen schloss bei 30.798 Punkten und gewann damit 1,23 Prozent. Gegenüber dem Vortagesschluss von 30.425 Punkten entspricht das einem Anstieg von rund 373 Punkten. Den Schlussstand und die Tagesbewegung berichtet tagesschau.de in ihrem Marktbericht vom 29. Oktober.
Zinspause stützt die Aktienmärkte
Die Europäische Zentralbank ließ ihre Leitzinsen wie erwartet unverändert. Der Einlagensatz blieb bei 2,50 Prozent. Bereits am Vorabend hatte auch die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen stabil gehalten. Die ausbleibenden weiteren Zinserhöhungen wurden an den Märkten zunächst als konstruktives Signal aufgenommen. Zugleich blieb der Ausblick unsicher, weil die Inflation über dem Ziel der Notenbanken liegt und hohe Energiepreise den Preisdruck verstärken können.
Für den MDAX war die geldpolitische Nachrichtenlage ein wichtiger Rahmen, der Handel wurde jedoch zusätzlich durch die laufende Berichtssaison geprägt. Der Index bewegte sich im Tagesverlauf zwischen 30.321,89 und 30.841,31 Punkten. Damit lag die Handelsspanne bei gut 519 Punkten. Der Schlussstand blieb unter dem Tageshoch, aber deutlich über dem Vortagesschluss.
Berichtssaison trennt Gewinner und Verlierer
Bei den Einzelwerten stiegen Salzgitter nach einer erneuten Anhebung des Ergebnisziels für das Gesamtjahr besonders stark. Auch AIXTRON und Wacker Chemie legten im Zuge ihrer Unternehmensnachrichten deutlich zu. Die Entwicklung zeigt, dass die Indexbewegung trotz des breiten Rückenwinds stark von einzelnen Quartalsberichten und Ausblicken beeinflusst wurde.
Am unteren Ende des MDAX standen Knorr-Bremse und Heidelberger Druckmaschinen. Knorr-Bremse belasteten laut dem von dpa-AFX verbreiteten Marktbericht schwächer als erwartete Auftragseingänge, Umsätze und operative Ergebnisse. Heidelberger Druckmaschinen kappte nach einem enttäuschenden ersten Halbjahr den Ergebnisausblick für das Geschäftsjahr. Bei Volkswagen sorgte ein Quartalsverlust von 5,8 Milliarden Euro für Aufmerksamkeit; die Aktie konnte sich dennoch behaupten.
Einordnung für Anleger
Der Schlussstand markiert eine kräftige Erholung gegenüber dem Vortag, ohne daraus bereits einen neuen mittelfristigen Trend abzuleiten. Für die weitere Entwicklung bleiben die Reaktion der Märkte auf Inflations- und Zinsdaten sowie die noch laufende Berichtssaison entscheidend. Anleger sollten deshalb neben der Indexrichtung auch die unterschiedlichen Gewinn- und Ausblickstrends der MDAX-Mitglieder beachten.
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