NEAR Protocol, XCRYPTONEAR9

NEAR-Protocol-Kurs: Emissionssenkung beschlossen, Umsetzung offen

Veröffentlicht am: 08.11.2026 um 07:33 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der NEAR-Protocol-Kurs steht nach dem Governance-Votum HSP-029 zwischen geringerer Verwässerung und noch ausstehender Umsetzung. Die geplante Senkung der maximalen Emission auf 1,6 Prozent soll schrittweise erfolgen und könnte zugleich die modellierte Staking-Rendite verringern.

NEAR vor schrittweiser Emissionssenkung

  • Die House of Stake hat HSP-029 zur Senkung der maximalen jährlichen NEAR-Emission von 2,5 auf 1,6 Prozent über 24 Monate gebilligt.
  • Die Änderung ist noch nicht verbindlich: Sicherheitsratsprüfung, eine 90-tägige Frist und ein von Validatoren übernommenes Protokoll-Upgrade stehen aus.
  • Beim Abruf am 8. November zeigte Investing.com einen NEAR-Kurs von 3,7131 USD, eine Marktkapitalisierung von 4,88 Milliarden USD und ein 24-Stunden-Volumen von 536,80 Millionen USD.
NEAR Protocol, XCRYPTONEAR9, Illustration mit AI erstellt.

Der NEAR-Protocol-Kurs steht nach einer wichtigen Änderung der Token-Ökonomie unter Beobachtung. Die House of Stake, das Onchain-Governance-Gremium des Netzwerks, hat am 2. November 2026 den Vorschlag HSP-029 gebilligt. Er sieht vor, die maximale jährliche NEAR-Emission von bisher 2,5 Prozent auf 1,6 Prozent zu senken. Die Umsetzung soll sich über 24 Monate erstrecken.

Wie The Block berichtet, bleibt die Verteilung neu ausgegebener Token unverändert: 90 Prozent sind für Staking-Teilnehmer vorgesehen, 10 Prozent für die Treasury. Die Emissionsobergrenze soll pro Epoche schrittweise sinken und im 24. Monat 1,6 Prozent erreichen.

Beschluss ist noch nicht aktiv

Für Anleger ist entscheidend, dass das Votum die Protokollregeln nicht unmittelbar verändert. Zunächst muss der Security Council das Ergebnis prüfen und ratifizieren. Danach folgt eine 90-tägige Vorbereitungsfrist. Erst wenn die Validatoren ein entsprechendes Protokoll-Upgrade übernehmen, wird die Änderung verbindlich. Der Beschluss ist damit ein abgeschlossener Governance-Schritt, aber noch keine bereits wirksame Emissionssenkung.

Nach den Modellrechnungen zum Vorschlag könnten in den ersten zwei Jahren 11,8 Millionen NEAR weniger ausgegeben werden. Über sechs Jahre wären es 66,1 Millionen NEAR. Die Schätzung entspricht einer um 4,36 Prozent niedrigeren Token-Menge gegenüber einer Fortsetzung der bisherigen Obergrenze. Gleichzeitig würde die modellierte Brutto-Staking-Rendite bei unveränderter Beteiligung von 5,268 auf 3,372 Prozent sinken. Die Zahlen sind Projektionen und keine bereits realisierten Veränderungen.

Kurs und Anlegerkontext

Beim Abruf am 8. November zeigte die von Investing.com gelesene Kursseite 3,7131 USD für NEAR. Dort wurden außerdem eine Marktkapitalisierung von 4,88 Milliarden USD, ein 24-Stunden-Volumen von 536,80 Millionen USD, Rang 19 und 1,31 Milliarden NEAR im Umlauf ausgewiesen. Eine passende UTC-Tagesschlussbasis für eine Tagesprozentänderung lag in der gelesenen Kursdarstellung nicht vor.

Die wirtschaftliche Wirkung des Vorschlags ist zweigeteilt: Eine niedrigere Emission kann die langfristige Verwässerung reduzieren, während geringere Staking-Erträge die Anreize für Validatoren und Staker verändern können. Der NEAR-Protocol-Kurs muss daher nicht allein auf die Angebotsseite reagieren. Für die weitere Einordnung sind insbesondere die Sicherheitsratsprüfung, das Validatoren-Upgrade und der tatsächliche Start des schrittweisen Emissionspfads relevant.

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