Nikkei 225 fällt 5,96 Prozent auf 57.434,77 Punkte
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 13:17 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSNikkei beendet schwache Handelswoche
- Der Nikkei 225 schloss am 6. November 2026 bei 57.434,77 Punkten und verlor 5,96 Prozent.
- Der Rückgang war der drittgrößte Tagesverlust nach Punkten in der Geschichte des Index.
- Verkäufe bei KI-, Halbleiter- und Datenzentrumstiteln belasteten den japanischen Leitindex.
- Der Schluss lag erstmals seit dem 20. Mai unter 60.000 Punkten.
Der Nikkei 225 hat die Sitzung an der Tokioter Börse am Freitag, dem 6. November 2026, bei 57.434,77 Punkten beendet. Gegenüber dem Schluss des Donnerstags bei 61.077,90 Punkten entspricht das einem Minus von 3.643,13 Punkten oder 5,96 Prozent. Der Schlussstand lag damit erstmals seit dem 20. Mai wieder unter der Marke von 60.000 Punkten. Die Schlussdaten und die Einordnung als drittgrößter Tagesverlust nach Punkten stammen von Jiji Press.
KI- und Halbleiterwerte unter Druck
Auslöser des Ausverkaufs waren vor allem Sorgen, dass die neuen politischen Mehrheiten in den USA strengere Regeln für künstliche Intelligenz durchsetzen und den Ausbau von Rechenzentren bremsen könnten. Zugleich wuchs die Skepsis, ob die hohen Ausgaben für KI-Infrastruktur die erwarteten Erträge rechtfertigen. Der japanische Markt folgte damit dem kräftigen Rückgang technologiebezogener US-Aktien am Vorabend. Reuters berichtete, dass der Ausverkauf japanischer Chip- und KI-Werte bereits seit Mittwoch anhielt und von Sorgen über Verzögerungen bei Rechenzentren sowie steigende Kosten verstärkt wurde. Die Zusammenfassung ist bei Reuters veröffentlicht.
Breiter Abgabedruck in Tokio
Besonders stark verloren Unternehmen aus dem KI- und Halbleiterumfeld. Laut The Japan Times gaben unter anderem Rohm, Furukawa Electric, Resonac, Kioxia und SoftBank Group deutlich nach. Der Nikkei fiel im Sitzungsverlauf zeitweise um 7,09 Prozent, konnte einen Teil der Verluste bis zum Schluss aber wieder aufholen. Der Verkaufsdruck beschränkte sich nicht vollständig auf Technologiewerte, sondern erfasste den japanischen Aktienmarkt insgesamt.
Markttechnische Belastung nimmt zu
Mit dem Schluss unter 60.000 Punkten hat der Index eine weithin beachtete Schwelle unterschritten. Zudem lag er laut The Japan Times mehr als 20 Prozent unter seinem im Juni erreichten Rekordhoch von 72.831,73 Punkten. Das entspricht der üblichen Definition eines technischen Bärenmarkts, wobei diese Einordnung keine Aussage über die weitere Kursentwicklung liefert. Für Anleger bleibt entscheidend, ob sich der Abgabedruck bei KI- und Halbleiterwerten auf weitere Marktsegmente ausweitet oder eine Stabilisierung einsetzt.
Weitere Berichte zum Nikkei 225 finden Sie in unserer Themenübersicht.
