Nikkei 225 schließt 1,42 Prozent tiefer bei 62.188,63 Punkten
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 13:29 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSNikkei unter Druck trotz Erholung
- Der Nikkei 225 schloss am 4. November 2026 bei 62.188,63 Punkten und verlor 1,42 Prozent.
- Im Handelsverlauf fiel der Index zeitweise um 4,84 Prozent und näherte sich der Marke von 60.000 Punkten.
- Belastet wurden vor allem KI- und Halbleiterwerte, nachdem sich bei den US-Zwischenwahlen Mehrheiten der Demokraten in beiden Kongresskammern abzeichneten.
- Gute Unternehmenszahlen und Käufe auf dem niedrigeren Niveau sorgten am Nachmittag für eine deutliche Erholung.
Der Nikkei 225 hat die Sitzung am Mittwoch, 4. November 2026, mit deutlichen Verlusten beendet. Der japanische Leitindex schloss bei 62.188,63 Punkten und damit 893,23 Punkte beziehungsweise 1,42 Prozent niedriger als am Montag. Am Dienstag war die Börse in Tokio wegen eines nationalen Feiertags geschlossen. Der Schlussstand und die Tagesbewegung wurden von Jiji Press mit dem Schlusszeitpunkt 15:30 Uhr japanischer Zeit ausgewiesen.
Starker Verkaufsdruck bei Technologiewerten
Der Handel war zunächst von einem breiten Abverkauf geprägt. Nach Angaben von Reuters weitete der Nikkei seine Verluste aus, nachdem die Auszählung der US-Zwischenwahlen auf Mehrheiten der Demokraten im Senat und im Repräsentantenhaus hindeutete. Daraus leiteten Anleger die Sorge ab, dass strengere Regeln für Datenzentren die Investitionen in künstliche Intelligenz bremsen könnten. Besonders KI- und Halbleiterwerte standen deshalb unter Druck.
Zwischenzeitlich verlor der Index 3.051,76 Punkte oder 4,84 Prozent und fiel bis auf 60.030,10 Punkte. Damit näherte er sich der psychologisch wichtigen Marke von 60.000 Punkten. Reuters zufolge belasteten unter anderem Kioxia Holdings, Advantest und SoftBank Group den Index. Auch die schwächeren US-Aktienfutures verstärkten zeitweise die Risikoaversion.
Erholung dank Unternehmenszahlen
Im weiteren Verlauf setzte jedoch eine kräftige Gegenbewegung ein. Nach der heftigen Verkaufswelle kamen Käufe auf dem niedrigeren Niveau hinzu. Zugleich wurden mehrere positive Unternehmensnachrichten verarbeitet. Reuters berichtete, dass eine Aufwärtsrevision von IHI sowie gute Zahlen großer Handelshäuser die Stimmung am Nachmittag stabilisierten. Der Nikkei verringerte dadurch einen großen Teil seines zwischenzeitlichen Verlusts, blieb aber den dritten Handelstag in Folge im Minus.
Der breitere Topix sank am Mittwoch um 34,90 Punkte oder 0,89 Prozent auf 3.895,38 Zähler. Im Prime-Markt verloren laut Reuters 1.084 Titel, während 425 Aktien zulegten. Das zeigt, dass die Schwäche vor allem bei wachstums- und technologieorientierten Indexschwergewichten konzentriert war, der Verkaufsdruck aber dennoch eine große Zahl von Aktien erfasste.
Die Entwicklung unterstreicht die hohe Empfindlichkeit des japanischen Marktes gegenüber Änderungen der Erwartungen an die globale KI-Infrastruktur. Für die weitere Einordnung bleiben sowohl die politischen Signale aus Washington als auch die laufende japanische Berichtssaison maßgeblich. Weitere Berichte zum Nikkei 225 finden Sie in unserer Themenübersicht.
