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Ölpreise sinken - Berichte über neue diplomatische Initiative am Golf

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 07:42 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die Ölpreise sind am Donnerstag gefallen. Im frühen Handel wurde ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent zu 113,87 Dollar gehandelt und damit 1,26 Prozent niedriger als am Vortag.

Die Ölpreise sind am Donnerstag gefallen. Im frühen Handel wurde ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent zu 113,87 Dollar gehandelt und damit 1,26 Prozent niedriger als am Vortag. Neue diplomatische Bemühungen im Nahen Osten nähren die Hoffnung, dass eine Wiederaufnahme der US-Angriffe auf den Iran verhindert werden kann.

Die US-Regierung und regionale Vermittler haben Medienberichten zufolge neue Anstrengungen für eine diplomatische Lösung des Krieges mit dem Iran unternommen. Zum einen soll US-Vizepräsident JD Vance ein Schreiben an Mohsen Resai, Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats, geschickt haben, um Möglichkeiten für Verhandlungen auszuloten. Zum anderen sollen die Vermittler um Katar den Iran dazu drängen, UN-Inspektoren Zugang zu seinen bombardierten Atomanlagen zu gewähren. Offizielle Bestätigungen dafür liegen nicht vor.

Wie das "Wall Street Journal" unter Verweis auf ungenannte Quellen berichtete, will Vance mit seinem Vorstoß angeblich in Erfahrung bringen, ob sich geplante Militärschläge gegen den Iran noch auf diplomatischem Wege abwenden lassen. Zuvor hatte die US-Zeitung berichtet, die USA hätten mehrere arabische Golfstaaten aufgefordert, sich auf einen kurzen, intensiven Militäreinsatz nach den US-Zwischenwahlen am 3. November einzustellen.

"Solche Schlagzeilen können die Preise bewegen", sagte Rebecca Babin, leitende Energiehändlerin bei CIBC Private Wealth Group, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Bereits Hinweise auf eine Kommunikation zwischen hochrangigen Vertretern beider Seiten könnten ausreichen, um Gewinnmitnahmen auszulösen und den geopolitischen Risikoaufschlag etwas zu verringern.

Trotz des jüngsten Rückgangs hat sich die internationale Referenzsorte Brent im Oktober bislang um zehn Prozent verteuert und den höchsten Stand seit April erreicht. Der anhaltende Konflikt belastet die Verbraucher durch hohe Energiekosten und erschwert den Notenbanken den Kampf gegen die Inflation. Die US-Notenbank Fed ließ ihren Leitzins in dieser Woche unverändert. Die Händler rechnen allerdings damit, dass die Währungshüter im Dezember ihre Zinserhöhungen fortsetzen.

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