RecoveryLab Frankfurt: SSD-Ausfall kann genau die Daten treffen, die noch nicht im Backup liegen
Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 14:45 Uhr | pressetext.deEin bereits 2025 dokumentierter Datenrettungsfall aus einem Frankfurter Broker-BĂŒro zeigt, welche Folgen eine solche SicherungslĂŒcke haben kann. Die interne SSD einer Workstation wurde plötzlich weder vom Betriebssystem noch von der System-Firmware, also BIOS beziehungsweise UEFI, erkannt. Auf dem DatentrĂ€ger befanden sich aktuelle Börsen-Reports, Analysewerkzeuge, Sitzungsprotokolle und Strategiedokumentationen. Eine ausreichend aktuelle Sicherung dieser ArbeitsstĂ€nde gab es nicht.
Zentrale IT erfasst nicht automatisch alle lokalen Daten
Server, NAS-Systeme und Cloud-Speicher gehören in vielen Unternehmen lĂ€ngst zum Alltag. Trotzdem entstehen weiterhin Daten direkt auf einzelnen ArbeitsplĂ€tzen. Lokale Exporte aus Fachanwendungen, temporĂ€re Analyseordner, individuell erstellte Tabellen, Protokolle oder Konfigurationsdateien werden hĂ€ufig erst spĂ€ter ĂŒbertragen oder synchronisiert.
Im betroffenen Broker-BĂŒro wurden ausgewĂ€hlte Dateien erst nach Abschluss des Arbeitstages in ein zentrales Archiv ĂŒbernommen. Als die SSD am nĂ€chsten Morgen nicht mehr erreichbar war, fehlten deshalb ausgerechnet die neuesten ArbeitsstĂ€nde.
Das Problem betrifft nicht nur Finanzunternehmen. Auch in Kanzleien, Agenturen, IngenieurbĂŒros, Arztpraxen und mittelstĂ€ndischen Betrieben werden Dateien zunĂ€chst lokal bearbeitet. Erfolgt die Sicherung nur einmal tĂ€glich oder wird ein bestimmter Ordner nicht erfasst, bleibt ein Zeitraum ungeschĂŒtzt.
Warum eine SSD plötzlich vollstÀndig verschwinden kann
Anders als eine klassische Festplatte besitzt eine SSD keine beweglichen Bauteile. Die Daten liegen in Flash-Speicherzellen. FĂŒr den Zugriff sind jedoch weitere Komponenten und interne Verwaltungsinformationen erforderlich. Dazu gehören insbesondere der Controller, die Firmware und die Zuordnungstabellen der SSD.
Der Controller verwaltet unter anderem, wo sich einzelne Datenblöcke innerhalb des Flash-Speichers befinden. FĂ€llt er aus oder sind wichtige Verwaltungsdaten beschĂ€digt, kann die SSD fĂŒr den Computer vollstĂ€ndig unsichtbar werden. Das bedeutet nicht zwangslĂ€ufig, dass sĂ€mtliche Speicherzellen zerstört sind. Ein regulĂ€rer Zugriff auf die gespeicherten Informationen ist dann jedoch nicht mehr möglich.
Zu den möglichen Ursachen gehören:
* Defekte am Controller oder an der Stromversorgung * beschĂ€digte Firmwarebereiche * fehlerhafte Verwaltungs- und Zuordnungsdaten * verschlissene oder instabile Speicherzellen * Ăberspannung, Hitze oder SchĂ€den an elektronischen Bauteilen
Welcher Fehler tatsĂ€chlich vorliegt, lĂ€sst sich von auĂen meist nicht sicher erkennen. Auch bei einem identischen Fehlerbild können sich Ursache und Rettungsmöglichkeiten je nach SSD-Modell deutlich unterscheiden.
Wiederherstellungssoftware erreicht nicht jede ausgefallene SSD
Wird eine SSD noch erkannt und liegt lediglich eine BeschÀdigung des Dateisystems vor, können Softwareverfahren in bestimmten FÀllen sinnvoll sein. Verschwindet der DatentrÀger jedoch bereits aus BIOS oder UEFI, hat gewöhnliche Wiederherstellungssoftware keinen regulÀren Zugriff mehr auf die SSD.
Von einer Initialisierung, Formatierung oder Neuinstallation des Betriebssystems ist in diesem Fall abzuraten. Auch Firmware-Updates, wiederholte Neustarts und weitere Versuche am DatentrÀger sollten vermieden werden, solange die Ursache des Ausfalls unklar ist.
Bei geschĂ€ftskritischen Daten sollte der betroffene Rechner ausgeschaltet bleiben. AnschlieĂend ist zunĂ€chst zu prĂŒfen, ob eine aktuelle und vollstĂ€ndige Sicherung vorhanden ist. Fehlt diese, sollte die SSD technisch untersucht werden, bevor weitere Schreib- oder Reparaturversuche erfolgen.
Die Vorgehensweise hÀngt von SSD-Modell und Schadensbild ab
Im Datenrettungslabor wird eine ausgefallene SSD zunĂ€chst diagnostiziert. Dabei wird unter anderem geprĂŒft, ob die Stromversorgung, der Controller, die Firmware und die Speicherkomponenten noch reagieren.
Wie die Daten anschlieĂend ausgelesen werden können, hĂ€ngt vom konkreten SSD-Modell und vom Fehlerbild ab. Je nach Schaden kommen spezialisierte Hardware sowie controller- und modellspezifische Serviceverfahren zum Einsatz. In einzelnen FĂ€llen kann auch ein direkter Zugriff auf NAND-Speicherbausteine erforderlich sein.
Ob sich aus den ausgelesenen Speicherinhalten verwertbare Dateien rekonstruieren lassen, hĂ€ngt unter anderem von der internen Datenorganisation, dem verwendeten Controller und einer möglichen HardwareverschlĂŒsselung ab. Ein direktes Auslesen der Speicherbausteine fĂŒhrt daher nicht automatisch zu nutzbaren Daten.
Soweit es der Zustand des DatentrĂ€gers zulĂ€sst, werden die erreichbaren Informationen kontrolliert ausgelesen und in einem Arbeitsabbild gesichert. Die weitere Analyse und Rekonstruktion erfolgt anschlieĂend auf dieser Kopie, damit das Original nicht durch unnötige Zugriffe zusĂ€tzlich belastet wird.
Bei dem dokumentierten Frankfurter Broker-Fall konnten mehr als 98 Prozent der Daten rekonstruiert werden. Dazu gehörten Reports, Tabellen, Protokolle, Strategiedokumentationen und weitere Bestandteile der Arbeitsumgebung. Vom Eingang des DatentrÀgers bis zur Bereitstellung der wiederhergestellten Daten vergingen weniger als 72 Stunden.
Entscheidend ist nicht nur, ob ein Backup vorhanden ist
Eine Datensicherung schĂŒtzt nur dann zuverlĂ€ssig, wenn sie aktuell, vollstĂ€ndig und im Ernstfall tatsĂ€chlich wiederherstellbar ist. Werden wichtige Arbeitsverzeichnisse nur einmal tĂ€glich gesichert, können bei einem Ausfall mehrere Stunden Arbeit fehlen.
Unternehmen sollten deshalb festlegen, wie viel Datenverlust sie im Ernstfall akzeptieren können. FĂŒr geschĂ€ftskritische ArbeitsstĂ€nde kann ein tĂ€gliches Backup bereits zu selten sein. Sinnvoll sind automatisierte Sicherungen in passenden ZeitabstĂ€nden sowie eine Versionierung, durch die auch frĂŒhere DateistĂ€nde erhalten bleiben.
ZusĂ€tzlich sollte regelmĂ€Ăig geprĂŒft werden, ob lokale Ordner, Fachanwendungen, Exporte und temporĂ€re Arbeitsbereiche ĂŒberhaupt von der Sicherung erfasst werden. Eine erfolgreiche Backup-Meldung allein reicht nicht aus. Entscheidend ist, ob die benötigten Dateien vollstĂ€ndig zurĂŒckgespielt werden können.
Was nach einem SSD-Ausfall wichtig ist
Wird eine SSD plötzlich nicht mehr erkannt, sollten Unternehmen besonnen vorgehen:
* Rechner ausschalten und weitere Startversuche vermeiden * keine Initialisierung oder Formatierung durchfĂŒhren * keine Firmware- oder Reparaturversuche auf Verdacht starten * vorhandene Backups auf AktualitĂ€t und VollstĂ€ndigkeit prĂŒfen * bei fehlender Sicherung eine technische Diagnose veranlassen
Je weniger unkontrollierte Zugriffe nach dem Ausfall stattfinden, desto besser lĂ€sst sich der ursprĂŒngliche Zustand des DatentrĂ€gers erhalten.
Ăber RecoveryLab in Frankfurt am Main
RecoveryLab ist ein deutschlandweit tĂ€tiger Anbieter fĂŒr professionelle Datenrettung. Das Unternehmen bearbeitet unter anderem ausgefallene SSDs, Festplatten, Speicherkarten, Server, NAS-Systeme und RAID-VerbĂŒnde. Die Diagnose und Wiederherstellung erfolgen mit spezialisierten Hard- und Softwareverfahren im Datenrettungslabor.
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Aussender: RecoveryLab Datenrettung Ansprechpartner: Stefan Berger Tel.: 0341/392 817 89 E-Mail: info@recoverylab.de Website: www.recoverylab-datenrettung.de/frankfurt-main/
