Republikaner kritisieren Trumps Diesel-Abkommen mit Putin
Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 06:28 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDer Kongress habe im Jahr 2022 die Einfuhr russischer EnergietrĂ€ger untersagt, damit die USA nicht Russlands Krieg gegen die Ukraine finanzieren, heiĂt es in einem Schreiben von sieben Senatorinnen und Senatoren beider Parteien. "PrĂ€sident Trumps Entscheidung, russische Importe zu erlauben, steht im direkten Widerspruch zu diesem Gesetz."
Die Vereinigten Staaten dĂŒrften Kremlchef Wladimir Putin keine Rettungsleine hinwerfen, solange er ukrainische Zivilisten töte, hieĂ es weiter. "Die Regierung muss ihren Kurs umgehend korrigieren."
Trump hatte nach einem GesprĂ€ch mit Putin verkĂŒndet, Russland werde umgehend mehr als 300.000 Tonnen Diesel fĂŒr die USA und den Weltmarkt zur VerfĂŒgung stellen. Weitere Lieferungen sollten folgen. Der US-PrĂ€sident steht innenpolitisch unter Druck, weil der Preis fĂŒr Diesel in den USA infolge des Iran-Kriegs neue HöchststĂ€nde erreichte - und das kurz vor den wichtigen Zwischenwahlen Anfang November, den Midterms. Experten zufolge können Russlands Lieferungen den Anstieg aber kaum dĂ€mpfen.
Auch Republikaner fordern hÀrteren Kurs gegen Putin
Hinter dem Schreiben stehen die demokratischen Senatoren Richard Blumenthal, Jeanne Shaheen und Ron Wyden sowie ihre republikanischen Kollegen Thom Tillis, Lisa Murkowski, John Curtis und Susan Collins. Trumps Regierung habe es versĂ€umt, den Kongress bei der Entscheidung zu konsultieren oder eine BegrĂŒndung vorzulegen, "wie es gesetzlich vorgeschrieben ist".
Der Kongress und auch viele Republikaner hatten sich zuletzt immer wieder fĂŒr eine hĂ€rtere Gangart gegen Putin eingesetzt, um ihn im Ukraine-Krieg unter Druck zu setzen. Mitte September hatte das US-Parlament nach langem Ringen ein Gesetz verabschiedet, das dem US-PrĂ€sidenten weitreichende Befugnisse fĂŒr Sanktionen gegen Russland einrĂ€umt. Trump hat davon bisher jedoch keinen Gebrauch gemacht.
