Shanghai Composite, CNM000000019

Shanghai Composite schließt 1,10 Prozent tiefer bei 3.649,18 Punkten

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 13:28 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der Shanghai Composite hat am Freitag 1,10 Prozent auf 3.649,18 Punkte verloren. Ein globaler Technologie-Ausverkauf setzte chinesische KI- und Halbleiterwerte unter Druck, während staatliche Stützungsmaßnahmen die Verluste am Gesamtmarkt begrenzten.

Shanghai Composite unter Druck

  • Der Shanghai Composite schloss am Freitag, 6. November 2026, 1,10 Prozent niedriger bei 3.649,18 Punkten.
  • Belastet wurde der Markt vor allem durch den weltweiten Ausverkauf bei Technologiewerten und Sorgen über die Nachhaltigkeit des KI-Booms.
  • Aktien aus den Bereichen elektronische Komponenten und optische Kommunikation gehörten zu den größten Verlierern, während Banken und Agrarwerte zulegten.
  • Das Handelsvolumen an den Börsen Shanghai und Shenzhen sank auf rund 1,66 Billionen Yuan.
Shanghai Composite, CNM000000019, Illustration mit AI erstellt.

Der Shanghai Composite hat die Sitzung am Freitag, 6. November 2026, mit einem Minus von 1,10 Prozent bei 3.649,18 Punkten beendet. Das geht aus dem Xinhua-Bericht zum chinesischen Handelsschluss hervor. Gegenüber dem Schlussstand vom Donnerstag bei 3.689,91 Punkten entspricht dies einem Rückgang von 40,73 Punkten.

Technologiewerte führen die Verluste an

Im Mittelpunkt stand der weltweite Ausverkauf bei Technologieaktien. Wie Reuters berichtete, hatten die starken Verluste an der Nasdaq Sorgen verstärkt, dass der KI-Boom an Dynamik verlieren könnte. Hinzu kamen Befürchtungen, dass die politische Entwicklung in den USA zu einer strengeren Kontrolle des KI-Sektors führen könnte. Chinesische Anbieter von KI-Hardware mit starkem US-Geschäft gerieten dabei besonders unter Druck.

Auch AFP führte die schwache Stimmung auf die Neubewertung der hohen Investitionen in künstliche Intelligenz und die Unsicherheit über deren künftige Renditen zurück. Die Belastung war damit nicht auf China beschränkt, sondern erfasste zahlreiche asiatische Technologiebörsen.

Stützungsmaßnahmen begrenzen den Rückgang

Die Verluste am chinesischen Gesamtmarkt fielen dennoch geringer aus als in einigen anderen asiatischen Märkten. Reuters zufolge halfen Schnäppchenkäufe, den anfänglichen Verkaufsdruck abzumildern. Zudem verwiesen Marktteilnehmer auf die jüngsten staatlichen Maßnahmen zur Unterstützung des chinesischen Aktienmarktes und auf Pekings Bekenntnis, systemische Risiken zu begrenzen.

Nach Angaben von Xinhua sank der kombinierte Umsatz der von Shanghai- und Shenzhen-Indizes erfassten Aktien auf rund 1,66 Billionen Yuan, nach 2,12 Billionen Yuan am vorherigen Handelstag. Aktien aus den Bereichen elektronische Komponenten und Co-Packaged Optics zählten zu den schwächsten Gruppen. Dagegen gehörten Unternehmen aus den Bereichen gentechnisch veränderte Organismen, Pflanzenbau, Forstwirtschaft und Banken zu den Gewinnern. Der technologielastige ChiNext-Index verlor 3,96 Prozent.

Der Wochenverlauf blieb trotz des Rückschlags positiv: Der Shanghai Composite legte laut Morningstar 1,39 Prozent zu und beendete damit eine sechswöchige Verlustserie. Der Tagesverlust war zugleich der stärkste seit dem 30. Oktober 2026. Weitere Berichte zum Shanghai Composite finden Anleger auf der Themenseite.

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