Solana-Kurs unter 100 USD: ETF-Abflüsse treffen auf Alpenglow-Upgrade
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 18:37 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSSolana zwischen Upgrade und Abflüssen
- Der Solana-Kurs lag beim Abruf von Investing.com bei 96,080 USD und damit unter der Marke von 100 USD.
- US-Spot-Solana-ETFs verzeichneten vom 26. bis 30. Oktober Rekordabflüsse von 71,47 Millionen USD.
- Das Alpenglow-Upgrade soll die Transaktionsfinalität von rund 12,8 Sekunden auf etwa 150 Millisekunden verkürzen.
- Die ETF-Abflüsse pausierten am 2. und 3. November, doch daraus lässt sich noch keine nachhaltige Nachfragewende ableiten.
Der Solana-Kurs bleibt im Fokus, weil sich technische Fortschritte des Netzwerks und eine schwächere institutionelle Nachfrage gegenüberstehen. Die von Investing.com gelesene Kursseite zeigte SOL beim Abruf bei 96,080 USD. Die Seite wies Solana zudem als siebtgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung aus und zeigte ein 24-Stunden-Volumen von 4,11 Milliarden USD. Die Angaben sind ein Abrufstand und kein UTC-Tagesschluss für den Vortag.
ETF-Abflüsse bremsen die Nachfrage
Der kurzfristig wichtigste Belastungsfaktor sind die US-Spot-Solana-ETFs. TokenPost berichtete über Nettoabflüsse von 71,47 Millionen USD in der Handelswoche vom 26. bis 30. Oktober. Laut dem Bericht war dies der höchste Wochenabfluss seit dem Start der Produkte. Auf den Bitwise Solana Staking ETF BSOL entfielen 45,82 Millionen USD, auf den Grayscale SOL Trust 25,71 Millionen USD.
Die Daten zeigen allerdings auch eine vorläufige Stabilisierung. Alle sieben erfassten Fonds verzeichneten am 2. November laut TokenPost keine Nettozuflüsse oder -abflüsse. Ein weiterer Bericht von TradingNEWS nannte auch den 3. November als Tag ohne Fondsbewegung. Zwei stagnierende Handelstage belegen jedoch noch keine dauerhafte Rückkehr institutioneller Käufer.
Alpenglow verbessert die Infrastruktur
Auf der technischen Seite ist das Alpenglow-Upgrade der zentrale Entwicklungsschritt. Nach Angaben von TradingNEWS ging die neue Konsensarchitektur am 21. Oktober im Mainnet live. Die angestrebte Finalität sinkt demnach von rund 12,8 Sekunden auf etwa 150 Millisekunden. Das kann für Zahlungen, Handel und tokenisierte Vermögenswerte relevant sein, ist aber zunächst ein Infrastrukturvorteil und kein Beleg für unmittelbar steigende Token-Nachfrage.
Die offizielle Solana-Seite verweist außerdem auf den Changelog vom 29. Oktober. Dort werden unter anderem neue Versionen für Agave, Firedancer, Solana Kit und Token-2022 sowie die Einführung von Offchain-Nachrichtensignaturen genannt. Für Anleger bleibt entscheidend, ob solche Entwicklungen in dauerhaft höhere Nutzung und Gebühreneinnahmen übersetzt werden.
Was Anleger jetzt beobachten
Der Solana-Kurs verbindet damit zwei gegensätzliche Signale: Die technische Basis wird ausgebaut, während die ETF-Flows zuletzt Verkaufsdruck anzeigten. Die Pause bei den Abflüssen ist ein konstruktives Detail, reicht aber nicht für eine belastbare Trendwende. Aussagekräftiger wäre eine Folge positiver Zuflüsse zusammen mit stabiler Netzwerknutzung. Bis dahin bleibt SOL ein volatil gehandeltes Krypto-Asset, bei dem kurzfristige Preisbewegungen und langfristige Netzwerkfortschritte auseinanderfallen können.
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