2.500 Unternehmen setzen sich gemeinsam fĂŒr Demokratie ein
Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 18:19 Uhr | dpa, AD HOC NEWS"Weltoffenheit und Demokratieförderung sind keine Kostenfaktoren, sondern Investitionen in die ZukunftsfÀhigkeit von Unternehmen", sagte Vereins-VorstÀndin Sylvia Pfefferkorn. Nicht nur Start-ups und MittelstÀndler engagieren sich. Auch Konzerne oder ihre Tochterunternehmen sind dabei, etwa Volkswagen DE0007664039 und Infineon DE0006231004.
"Jedes verantwortungsbewusste Unternehmen muss sich die Frage stellen, ob es einem stabilen und menschenfreundlichen WertegerĂŒst folgen will", schreibt der Verein auf seiner Website. NeutralitĂ€t sei Teil des Problems. Deshalb will das BĂŒndnis nach eigenen Angaben bei Politikern und in den Medien fĂŒr Demokratie, ein starkes, friedliches Europa und DiversitĂ€t eintreten.
Deutsche Wirtschaft brauche zugewanderte FachkrÀfte
Besonders deutlich positioniert sich der Verein zur Einwanderungspolitik. Die deutsche Wirtschaft brauche zugewanderte FachkrĂ€fte, die langfristig Teil der Gesellschaft bleiben. Aktuell sei Deutschland als Einwanderungsland nicht attraktiv genug; das gelte insbesondere fĂŒr Wissenschaftler. Es gebe Menschen, "die Sorge haben, ihre Kinder auf den Schulweg zu schicken, von denen wir aber gerne wollen, dass sie bei uns arbeiten", sagt VorstĂ€ndin BĂ€rbel Boy.
Im Kampf fĂŒr mehr Weltoffenheit sieht sich das BĂŒndnis im Konflikt mit der AfD. Was in den Wahlprogrammen der Partei stehe, schade der EU sowie der Freiheit von Wissenschaft und Medien.
Betriebe erreichen die Menschen, Medien und NGOs oft nicht
VorstĂ€ndin Boy sagt, Unternehmer seien besonders fĂ€hig, demokratische Werte in der Belegschaft zu stĂ€rken. Da sie "noch Zugang zu Gruppen haben, zu denen wir oftmals ĂŒber andere KanĂ€le gar keinen Zugang mehr finden".
Der Verband begrĂŒndet sein Engagement unter anderem mit dem Edelman Trust Barometer 2026: 74 Prozent der Arbeitnehmer vertrauen demnach ihrem Arbeitgeber. Der Wirtschaft insgesamt (48 Prozent) und den Medien (46) vertraute nur knapp die HĂ€lfte der Befragten, der Regierung (42) und NGOs (41) noch weniger. Die Studie befragte 1.200 Menschen in Deutschland und ist nach eigenen Angaben reprĂ€sentativ.
