2G Energy Aktie: 90,57 Prozent Gewinn seit Jahresbeginn
04.07.2026 - 02:06:44 | boerse-global.de
2G Energy kämpft mit den Tücken der eigenen IT. Eine holprige Umstellung auf ein neues ERP-System bremste den Jahresauftakt spürbar aus. Während die Implementierung länger dauerte als geplant, quellen parallel dazu die Auftragsbücher des Spezialisten für Blockheizkraftwerke über.
Software-Wechsel belastet Quartalszahlen
Der Umsatz sank im ersten Quartal 2026 auf 54,2 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum standen noch 69,9 Millionen Euro in den Büchern. Die EBIT-Marge rutschte derweil auf minus 7,6 Prozent ab. Die Ursache liegt in der verzögerten Software-Einführung. Dieser Schritt verursachte einmalige Kosten und verlangsamte vorübergehend das Servicegeschäft.
Die prall gefüllten Auftragsbücher lassen diesen Fehlstart allerdings verblassen. Der Bestand erreichte im ersten Halbjahr einen Rekordwert von über 400 Millionen Euro. Allein Großaufträge für US-Rechenzentren steuerten dreistellige Millionenbeträge bei. Zusätzlich belebt das EU-Biomasse-Paket seit Oktober 2025 die Nachfrage im deutschen Markt.
Management hält an Wachstumszielen fest
Das Management hält trotz der Anlaufschwierigkeiten an den ambitionierten Jahreszielen fest. Der Vorstand peilt für 2026 einen Umsatz von rund 490 Millionen Euro an. Die operative Marge soll zwischen 9,5 und 10,5 Prozent liegen. Um den Berg an Arbeit zu bewältigen, will das Unternehmen die Maschinenauslieferungen um bis zu 30 Prozent steigern.
Für das Jahr 2027 plant 2G Energy einen weiteren Sprung auf bis zu 620 Millionen Euro Umsatz. Die EBIT-Marge soll dann die Marke von 11 Prozent übertreffen. Die Börse hat diese Erwartungen bereits zu einem großen Teil eingepreist. Seit Jahresbeginn legte der Aktienkurs um beeindruckende 90,57 Prozent zu. Zuletzt notierte das Papier bei 69,75 Euro.
Die neue Produktionsstätte ist seit Ende März in Betrieb. Sie soll helfen, den hohen Auftragsbestand effizient abzuarbeiten. Nächster wichtiger Termin ist die Hauptversammlung im August 2026. Dort muss der Vorstand beweisen, dass die IT-Probleme die Lieferfähigkeit nicht dauerhaft beeinträchtigen.
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