ABB Aktie: Gridcog sorgt für Rückenwind
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 18:06 Uhr, Redaktion boerse-global.de
ABB nähert sich am Dienstag wieder der Bestmarke. Der Titel des Schweizer Industriekonzerns springt um 2,31 Prozent auf 91,30 Euro. Am Vortag hatte der Schlusskurs noch bei 89,24 Euro gelegen.
Zum 52-Wochen-Hoch von 96,36 Euro fehlen der Aktie nur noch 5,25 Prozent. Diese Marke stammt vom 22. Juni 2026. Auf Jahressicht steht ein Kursplus von 78,53 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn sind es 44,46 Prozent. Damit zählt ABB weiterhin zu den stärksten Werten im Schweizer Leitindex SMI.
Charttechnisch zeigt sich ein ruhiges Bild. Der Kurs notiert fast exakt auf dem 50-Tage-Durchschnitt von 91,35 Euro. Zum 200-Tage-Durchschnitt bei 74,30 Euro beträgt der Abstand rund 22,89 Prozent – ein Signal für den intakten langfristigen Aufwärtstrend. Der Relative-Stärke-Index liegt bei 49,3. Weder überkauft noch überverkauft, also neutral.
Zwei Deals sorgen für Rückenwind
Frischer Auftrieb kommt aus dem Unternehmen selbst. ABB hat sich eine strategische Minderheitsbeteiligung am britischen Startup Gridcog gesichert. Das Ziel: bessere Modellierung für erneuerbare Energien, industrielle Mikronetze und verteilte Energieressourcen.
ABB führt die Finanzierungsrunde an. Mit dabei sind AXPO, DNV und Verbund Ventures.
Bereits am Vortag hatte eine andere Meldung die Runde gemacht. Tata Consultancy Services verlängert die Zusammenarbeit mit ABB um fünf Jahre. Der neue Vertrag ist mehrere Millionen Dollar schwer und umfasst den globalen Netzwerkbetrieb des Konzerns. Diese Nachrichtendichte trägt aktuell zur positiven Stimmung rund um den Titel bei.
Der Blick geht auf die Quartalszahlen
Im Fokus der Investoren steht vor allem der bevorstehende Bericht zum Sommerquartal. Analysten erwarten die Zahlen in den kommenden Tagen. Die Sparte Electrification dürfte erneut stark abschneiden. Bei Automation wird es schwieriger: Ein außergewöhnlich großer Serviceauftrag im Vorjahresquartal sorgt für eine anspruchsvolle Vergleichsbasis bei den Auftragseingängen.
Die UBS rechnet für das Quartal mit 7,6 Prozent Auftragswachstum, 10,8 Prozent Umsatzwachstum und einer bereinigten EBITA-Marge von 19,6 Prozent.
Mehrere Analysten mahnen dennoch zur Vorsicht. Die Bewertung von ABB gilt als hoch, nachdem der Titel im ersten Halbjahr die beste Performance im gesamten SMI ablieferte. Das zeigt sich auch im Analystenkonsens: Nur noch vier Experten empfehlen die Aktie zum Kauf, 17 raten zum Halten, einer zum Verkauf.
Der Rückenwind aus den jüngsten Deals ändert daran wenig. Die eigentliche Bewährungsprobe steht mit den Quartalszahlen noch bevor. Besonders die Entwicklung des Auftragseingangs in der Automation-Sparte dürfte zeigen, ob ABB das hohe Erwartungsniveau der Analysten halten kann.
ABB-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ABB-Analyse vom 14. Juli liefert die Antwort:
Die neusten ABB-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ABB-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
ABB: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
