Ergebnisse, Börsengang

ABB: PrĂŒfen verschiedene Börsen fĂŒr Listing von Robotics

17.04.2025 - 11:39:52

ABB CH0012221716 hat am Donnerstag mit den Zahlen zum ersten Quartal auch PlÀne zur Abspaltung der Sparte Robotics öffentlich gemacht.

Diese soll ĂŒber ein Spin-off als eigenstĂ€ndiges Unternehmen an die Börse gebracht werden. In der Folge sollen die AktionĂ€re von ABB die Robotics-Aktien als Sachdividende ausgeschĂŒttet erhalten.

"Die Abspaltung schafft Mehrwert sowohl fĂŒr die Division Robotics und als auch fĂŒr ABB als Gesamtunternehmen", begrĂŒndete Konzernchef Morten Wierod diesen Entschluss. Das GeschĂ€ft mit Robotern sei in seinen MĂ€rkten gut positioniert und befinde sich in guter Form, fĂŒgte er an. Außerdem könne sich ABB danach noch besser auf das KerngeschĂ€ft Automation und Elektrifizierung konzentrieren. Synergien zwischen Robotics und dem Rest von ABB gebe es kaum.

An welcher Börse die Aktien dereinst notiert sein werden - der Gang an die Börse ist fĂŒr das zweite Quartal 2026 vorgesehen - ist noch offen. Diese Frage werde noch geprĂŒft, meinte das Management. Sowohl die SIX Swiss Exchange kommt infrage, als auch die schwedische Börse. Robotics produziert außer in China und den USA auch in Schweden.

Finanzchef Timo Ihamuotila wies darauf hin, dass bei einem Unternehmen dieser GrĂ¶ĂŸe eine Doppelnotierung nicht ĂŒblich sei. Die Frage, wie hoch die Division dereinst bewertet werden könnte, bleibt vorlĂ€ufig ebenfalls noch offen.

IPO E-Mobility nicht vor 2026

Bekanntlich will ABB schon lĂ€nger auch den Bereich E-Mobility ĂŒber ein IPO an die Börse bringen. Wegen der schlechten GeschĂ€ftsentwicklung wurde dieses Vorhaben allerdings verschoben, bis es in der Sparte wieder gut lĂ€uft. Im ersten Quartal 2025 hat E-Mobility erneut einen Verlust ausgewiesen, Wierod sieht dennoch Licht am Ende des Tunnels.

"Wir sind mit E-Mobility auf einem guten Weg, auch wenn es im laufenden Jahr noch keine IPO-AktivitĂ€ten geben wird", meinte er dazu. Das IPO findet demnach frĂŒhestens im Jahr 2026 statt. Er verwies auf die mittlerweile erneuerte Produktepalette der Division und auch auf neue AuftrĂ€ge.

Auf die Frage, ob ABB weitere Devestitionen oder Akquisitionen plane, antwortete Wierod: "Ein aktives Portfolio-Management bleibt fĂŒr uns eine stĂ€ndige Aufgabe."

Handelsstreit als Risikofaktor

ABB hat am Morgen die Prognose von Ende Januar zum Umsatzwachstum und zur Entwicklung der Marge bestÀtigt, gleichzeitig aber auf die erhöhten Unsicherheiten im globalen GeschÀftsumfeld verwiesen.

"Wir sind nicht immun gegenĂŒber der weltweiten Entwicklung der Wirtschaft", erklĂ€rte er dazu. ABB wolle sich indes auf diejenigen Faktoren fokussieren, die beeinflussbar seien. Er sieht ABB weiterhin gut aufgestellt und verwies einmal mehr auf die jeweils lokale Produktion. "Wir haben praktisch keine Importe in die USA aus China."

Eine AbschwÀchung der Wirtschaft macht er bislang nicht aus, auch nicht in den USA. Die Nachfrage dort sei im ersten Quartal und insbesondere auch Ende MÀrz gut gewesen.

@ dpa.de | CH0012221716 ERGEBNISSE