ABN Amro Aktie: 52-Wochen-Hoch bei 38,59 Euro
Veröffentlicht am: 05.07.2026 um 18:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die niederländische Großbank ABN Amro geht gestärkt in die neue Handelswoche. Am Freitag schloss die Aktie bei 38,04 Euro – ein Plus von 0,26 Prozent. Auf Monatssicht steht ein Gewinn von fast 13 Prozent. Seit Jahresbeginn legte der Kurs um mehr als 25 Prozent zu. Das 52-Wochen-Hoch von 38,59 Euro ist nur noch knapp 1,5 Prozent entfernt.
Stille vor den Zinsentscheiden
Die Aktie notiert deutlich über ihren gleitenden Durchschnitten. Der 50-Tage-Schnitt liegt bei 33,63 Euro, der 100-Tage-Wert bei 30,99 Euro. Der RSI von 65,9 signalisiert: Eine Überkauft-Situation ist nicht mehr fern. Kein Wunder, dass Anleger gespannt auf die kommende Woche blicken.
Gleich zwei Notenbanktermine stehen an. Am Mittwoch veröffentlicht die US-Notenbank Fed das Protokoll ihrer letzten Sitzung. Einen Tag später folgt das Protokoll der Europäischen Zentralbank. Beide gelten als richtungsweisend für die Zinserwartungen.
Neue Prognosen der Ökonomen
ABN Amros eigenes Research-Team hat die Prognosen für den Euro-Dollar-Wechselkurs aktualisiert. Chefstratege Bill Diviney erwartet einen schwächeren Dollar. Allerdings bleibe der Aufwärtsspielraum für den Euro begrenzt. Grund seien die unklaren geldpolitischen Signale der EZB und Wahlrisiken in Frankreich und den USA.
Die Bank rechnet mit einem Kurs von 1,18 zum Jahresende 2026. Für 2027 liegt die Prognose bei 1,23. Das Team geht davon aus, dass die EZB noch einmal die Zinsen anhebt. Die Fed dürfte dagegen eine lockere Haltung einnehmen.
Junge Kunden, stabile Immobilien
Im Inland läuft das Geschäft weitgehend stabil. ABN Amro rechnet für 2026 mit einem Anstieg der niederländischen Hauspreise um drei Prozent. Im Jahr darauf sollen es vier Prozent sein. Die Zahl der Hypothekenanträge sank im zweiten Quartal 2026 zwar um drei Prozent. Ein starker Kontrast: Anträge von Unter-25-Jährigen stiegen um 96 Prozent.
Parallel dazu baut die Bank ihr digitales Angebot aus. Über die Jugendmarke BUUT können Kinder ab zehn Jahren seit Juni 2026 mobil bezahlen. Ein Novum im niederländischen Bankensektor.
Der Start der internationalen Berichtssaison in den kommenden Tagen könnte zusätzliche Impulse liefern. Inflationstrends und Wachstumsdaten aus der Eurozone bleiben dann die entscheidenden Stellschrauben.
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