Acconeer: 40 Prozent Sprung auf 20,70 SEK
25.05.2026 - 14:23:00 | boerse-global.deAcconeer lässt die Phase der reinen Technologieentwicklung hinter sich. Mit einem Kurssprung von fast 40 Prozent markiert das Papier am Montag einen neuen Höchststand bei 20,70 SEK. Der Markt honoriert den Übergang zur kommerziellen Nutzung der Radarsensoren in globalen Lieferketten.
In den vergangenen 30 Tagen kletterte der Kurs um rund 60 Prozent. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 72 jedoch eine kurzfristig überkaufte Lage.
Seit dem Tief im Oktober 2025 hat sich der Wert des Unternehmens vervielfacht. Damals notierte die Aktie bei rund 5 SEK.
Automotive als Wachstumstreiber
Die Automobilindustrie erweist sich derzeit als wichtigster Umsatztreiber. In kommenden Modellen wie dem Volvo EX60 kommen die 60GHz-Radarsensoren für die berührungslose Heckklappensteuerung zum Einsatz. Indes erweitert das Unternehmen den Fokus auf den Fahrzeuginnenraum.
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Der Mehrkanal-Radarsensor A212 ermöglicht die Erkennung von Insassen und die Überwachung der Sitzbelegung. Diese Entwicklung erhöht die Anzahl der Sensoren pro Fahrzeug signifikant. Für das langfristige Volumenwachstum bedeutet dieser Schritt einen strukturellen Vorteil.
Expansion in die Gebäudeautomatisierung
Ein weiterer Pfeiler der Strategie ist die Kooperation mit Excelitas. Hierbei verschmilzt klassische Infrarot-Technologie mit moderner Radarsensorik. Ziel sind Lösungen für die Präsenzerkennung in Gebäuden, die präziser arbeiten als herkömmliche Bewegungsmelder.
Während Infrarot lediglich grobe Bewegungen registriert, erkennt das Radar selbst Mikrobewegungen wie die menschliche Atmung. Dies macht die Technologie für den Markt des Internets der Dinge attraktiv. Die Branche sucht verstärkt nach datenschutzkonformen Alternativen zu kamerabasierten Systemen.
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Operative Meilensteine im Visier
Finanziell rückt die Gewinnschwelle näher. Das Management hält an dem Ziel fest, noch im laufenden Geschäftsjahr ein Quartal mit positivem Cashflow zu erreichen. Derzeit laufen zudem Evaluierungen mit großen europäischen Industriekonzernen für Anwendungen in der Vibrationsmessung.
Mehrere Projekte für japanische und europäische Premiumhersteller sollen noch in diesem Jahr in die Massenproduktion gehen. Angesichts eines Auftragsbestands, der das Vorjahresniveau bereits übertrifft, wird die Umsetzung dieser Großlieferungen zum entscheidenden Gradmesser für den operativen Erfolg.
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