adesso Manufacturing Execution System - adesso setzt auf digitale Fabriktransparenz
04.07.2026 - 19:50:13 | ad-hoc-news.deVerantwortlich: Nora Steinfeld, ad hoc news Fachredaktion B2B & Profi. Geprueft am 04.07.2026, 19:49 Uhr. Details im Impressum.
adesso Manufacturing Execution System flimmert in der Leitwarte auf mehreren großen Monitoren, während ein Werker sein ölverschmiertes Tablet mit den gleichen Kennzahlen prüft. Die Software verbindet Maschinen, Sensoren und Personal in der Fertigungshalle und übersetzt komplexe Abläufe in verständliche Echtzeitinformationen.
Digitale Schichtsteuerung für den Mittelstand
adesso hat mit dem Manufacturing Execution System eine modulare Lösung entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse von Industrieunternehmen mit diskreter Fertigung abzielt. Sie ergänzt bestehende ERP-Systeme und schließt die Lücke zwischen Planungsebene und Shopfloor, indem sie Maschinendaten, Qualitätsinformationen und Personalzeit in einem System zusammenführt.
Im Gespräch beschreibt adesso Industry-Experte Dr. Markus Weber, wie viele Kunden heute noch mit Papierlaufkarten und Excel-Listen arbeiten, obwohl moderne Maschinen längst Daten in Millisekunden liefern. Das MES soll diese Inseln verbinden. Es bietet Funktionen für Auftragssteuerung, OEE-Auswertung und Rückverfolgung von Chargen, ohne die bisherige IT-Landschaft komplett umzukrempeln.
Echtzeitdaten direkt von der Maschine
Technisch setzt das Manufacturing Execution System auf standardisierte Schnittstellen wie OPC UA und MQTT, um Maschinen unterschiedlicher Hersteller anzubinden. So lassen sich Drehzahlen, Stillstandszeiten oder Ausschussquoten aus Steuerungen auslesen und in Dashboards visualisieren. Wer vor einer Maschine steht, hört das gleichmäßige Surren und sieht gleichzeitig am Bildschirm, ob der aktuelle Auftrag im Takt läuft.
Für Produktionsleiterin Anna Scholz ist die Kombination aus visuell klaren Ampel-Ansichten und detaillierten Störgrund-Analysen entscheidend. Sie kann im System sehen, welche Linie gerade wegen Materialmangel steht und welche Schicht im letzten Monat die geringste Ausschussquote hatte. Diese Transparenz hilft, Wochenend-Überstunden oder Schichtwechsel zu begründen, statt nur nach Gefühl zu entscheiden.
Mehr zur adesso SE und ihrem Industrieportfolio
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Integration in bestehende IT-Landschaften
Ein zentraler Punkt bei der Einführung eines MES ist die Kopplung an vorhandene ERP- und Planungssysteme. adesso setzt im Manufacturing Execution System auf eine serviceorientierte Architektur mit standardisierten APIs, sodass etwa Materialstammdaten, Arbeitspläne oder Kundenaufträge aus SAP- oder Microsoft-Dynamics-Umgebungen übernommen werden können. So entsteht eine durchgängige Datenkette vom Angebot bis zum Warenausgang.
Systemarchitektin Lisa König betont, dass dabei nicht nur technische Schnittstellen zählen, sondern auch klare Rollenmodelle und Berechtigungen. Schichtleiter sehen andere Ansichten als Werker am Band, und Qualitätsingenieurinnen erhalten detaillierte Prüfprotokolle statt nur aggregierter Kennzahlen. Diese Differenzierung hilft, sensible Informationen zu schützen und gleichzeitig relevante Details an der richtigen Stelle sichtbar zu machen.
Modulare Funktionen von Leitstand bis Qualität
Das Manufacturing Execution System von adesso lässt sich in Funktionsmodule gliedern, die unabhängig voneinander eingeführt werden können. Dazu gehören ein grafischer Feinplanungskalender, ein elektronischer Leitstand zur Schichtsteuerung, ein Qualitätsmodul mit Prüfplänen und SPC-Auswertung sowie ein Reportingbereich mit OEE-Analysen und KPI-Cockpits. Unternehmen können mit einem Kernmodul starten und später erweitern.
Im Leitstand sieht Produktionsleiterin Scholz etwa farbige Balken für jeden Auftrag auf einer Linie, inklusive Startzeit, Soll-Dauer und aktuellem Fortschritt. Kommt es zu einem ungeplanten Stillstand, ändert sich die Farbe und ein Hinweis zur Störungsart erscheint. Statt durch die Halle zu laufen, kann sie direkt am Bildschirm entscheiden, ob sie Personal umdisponiert oder Material nachsteuern lässt.
Benutzeroberfläche und Bedienkonzept
Die Oberfläche des MES folgt einem klaren, kontrastreichen Design mit wenigen Farben und großen Schaltflächen, sodass auch Mitarbeitende in lauter Umgebung oder mit Handschuhen auf Touchscreens arbeiten können. In der Fertigungshalle sind Terminals montiert, deren Glasoberfläche leicht verschmiert ist, wenn jemand mit öligen Fingern den nächsten Auftrag bestätigt. Trotz dieser Realität bleibt die Bedienung intuitiv.
User-Experience-Designer Jens Hartmann berichtet, dass viele Maschinenbediener nur kurze Schulungszeiten akzeptieren. Deshalb setzt adesso in Menüs auf eindeutige Begriffe statt Abkürzungen und auf Piktogramme, die typische Situationen darstellen, etwa einen Gabelstapler für Materialbereitstellung oder eine Waage für Qualitätsprüfung. Werkzeugwechsel oder Rüstzeiten können mit wenigen Klicks erfasst werden.
Reporting, Kennzahlen und Auswertungen
Ein großer Mehrwert des Systems liegt in der systematischen Erfassung von Kennzahlen wie OEE, MTBF oder Ausschussquoten über Linien und Schichten hinweg. Im Reporting-Modul können Verantwortliche Trends über Wochen und Monate erkennen, zum Beispiel steigende Stillstandszeiten bei bestimmten Maschinentypen oder Produktfamilien. Diese Analysen gehen über klassische Tageslisten hinaus.
Controllerin Sabine Roth nutzt das MES, um Auslastungsgrade und Rüstaufwände auszuwerten. Sie sieht etwa, wie viele Minuten pro Schicht der Werkzeugwechsel bei einer Pressenlinie kostet und welche Auftragsreihenfolge diese Zeiten minimiert. Statt nur nach Bauchgefühl auf vermeintlich große Aufträge zu setzen, kann sie Zahlen nutzen, die direkt aus den Maschinensteuerungen stammen.
Rückverfolgung und Compliance-Anforderungen
Für Branchen wie Automotive oder Medizintechnik spielt die lückenlose Rückverfolgung von Chargen eine zentrale Rolle. Das adesso Manufacturing Execution System ermöglicht, Seriennummern, Materialchargen und Prüfergebnisse miteinander zu verknüpfen. Im Falle eines Reklamationsfalls können Verantwortliche nachvollziehen, aus welchem Materiallos ein Teil stammt und welche Maschine es bearbeitet hat.
Qualitätsmanager Thomas Lehmann beschreibt, wie sich damit Audit-Anfragen schneller beantworten lassen. Statt Ordner zu durchsuchen oder verschiedene Systeme zu kombinieren, kann er direkt im MES nach Seriennummer oder Chargencode suchen. Das System zeigt dann zugehörige Prüfungen, Mitarbeiterkennung und Produktionszeit an. Auch gesetzliche Dokumentationspflichten lassen sich so strukturierter erfüllen.
Projektvorgehen und Einführungsphasen
Die Einführung eines Manufacturing Execution Systems ist ein Projekt, das technische, organisatorische und kulturelle Aspekte umfasst. adesso setzt auf ein schrittweises Vorgehen mit einer Pilotlinie, auf der zuerst Datenanbindung und Basisfunktionen getestet werden. Dabei entstehen gemeinsam mit dem Kunden Kennzahlenmodelle, die später auf weitere Linien übertragen werden.
Projektleiterin Miriam Schneider berichtet, dass frühe Erfolge wichtig sind, um die Belegschaft mitzunehmen. Wenn ein Werker nach wenigen Wochen sieht, dass ihm das System Doppelarbeit erspart, steigt die Akzeptanz. Deshalb werden in Pilotprojekten konkrete Pain Points identifiziert, etwa unklare Störungsgründe oder aufwendige Papierdokumentation, und gezielt adressiert.
Konkrete Anwendungsbeispiele aus der Praxis
In einem mittelständischen Maschinenbauer mit mehreren Fertigungslinien wurde das MES von adesso zunächst zur OEE-Auswertung eingeführt. Dort zeigte sich in den ersten Monaten, dass eine bestimmte Linie überdurchschnittlich viele kurze Stillstände hatte, deren Gründe bisher kaum dokumentiert wurden. Nach Einführung des Systems wurden Bediener angehalten, Störungsarten strukturiert zu erfassen.
Die Auswertungen ergaben, dass Materialbereitstellung und interne Logistik zwei entscheidende Faktoren waren. Daraufhin wurden Routenzüge und Kanban-Regale angepasst, was die Stillstandszeiten deutlich reduzierte. Sichtbar wurde dies im Leitstand an zunehmend grünen Balken statt häufigen gelben oder roten Unterbrechungen. Diese farbliche Rückmeldung wirkte auch psychologisch, ohne manipulativen Ton.
Rolle von Cloud und Edge Computing
Bei der technischen Architektur nutzt das Manufacturing Execution System von adesso eine Mischung aus Edge- und Cloud-Komponenten. Sensordaten werden zunächst lokal aggregiert, um Bandbreite zu sparen und bei Netzproblemen weiterarbeiten zu können. Verdichtete Informationen und Kennzahlen gelangen dann in zentrale Systeme, in vielen Projekten in eine Private-Cloud-Umgebung des Kunden.
IT-Leiterin Claudia Fink sieht darin einen Vorteil für Skalierbarkeit und Sicherheit. Sie kann entscheiden, welche Daten ihr Werksnetzwerk nicht verlassen sollen und welche anonymisiert in übergreifende Analysen eingehen. Gleichzeitig ermöglicht die Cloud, mehrere Standorte zu vergleichen. Die Oberflächen bleiben dabei über Browser oder spezielle Clients erreichbar, auch von Büroarbeitsplätzen.
Schnittstellen zu anderen adesso-Lösungen
adesso ist in der Industrie-IT nicht nur mit MES-Projekten aktiv, sondern auch im Bereich IoT-Plattformen, Data Analytics und KI-gestützter Qualitätsprüfung. Das Manufacturing Execution System kann an solche Lösungen angebunden werden, etwa um Fehlersignaturen zu erkennen oder Predictive-Maintenance-Modelle zu trainieren. So entsteht ein Ökosystem aus verbundenen Bausteinen.
Datenwissenschaftler Daniel Köster erklärt, wie historische Stillstandsdaten genutzt werden, um Muster zu identifizieren. Wenn ein bestimmter Temperaturverlauf in der Hydraulik häufig zu Fehlern führt, kann ein Modell warnen, bevor der Ausfall eintritt. Das MES liefert dazu die Rohdaten und Kontextinformationen wie Schichtzeit oder Produktart, während die KI-Auswertung in einem angrenzenden Modul erfolgt.
Betriebsmodelle, Service und Support
Das Manufacturing Execution System wird typischerweise als Projektlösung mit anschließenden Wartungs- und Supportleistungen angeboten. Unternehmen können entscheiden, ob sie die Software im eigenen Rechenzentrum betreiben oder ein Hostingmodell wählen. adesso stellt für den Betrieb Supportteams bereit, die Fehleranalysen durchführen und Updates einspielen.
Service-Managerin Petra Lang weist darauf hin, dass der Support dabei nicht bei technischen Logs endet. Oft geht es darum, gemeinsam mit Kunden zu klären, ob ein unerwarteter Kennzahlenverlauf auf ein Systemproblem oder einen Prozesswechsel zurückzuführen ist. Im Rahmen von Serviceverträgen werden auch Schulungen und Workshops angeboten, um neue Mitarbeitende mit dem MES vertraut zu machen.
Kostenstruktur und wirtschaftliche Effekte
Die Kosten für Einführung und Betrieb eines MES setzen sich aus Lizenz- oder Projektkosten, Implementierungsaufwand und internen Ressourcen zusammen. adesso orientiert sich bei der Kalkulation an Faktoren wie Anzahl der Linien, Komplexität der Maschinenanbindung und gewünschtem Funktionsumfang. Mittelfristig erwarten viele Kunden Effekte durch reduzierte Stillstandszeiten und bessere Planung.
Controllerin Roth betont, dass diese Effekte nicht immer sofort sichtbar sind. Oft entstehen erste Vorteile durch verlässliche Datenbasis, etwa wenn Kapazitätsdiskussionen nicht mehr auf Vermutungen beruhen. Die Systematik, mit der das MES Kennzahlen erfasst und zugänglich macht, wirkt wie ein Spiegel für die Produktion. Unternehmen müssen entscheiden, wie tief sie in diese Reflexion einsteigen wollen.
Herausforderungen bei der Umsetzung
Trotz vieler Vorteile ist die Einführung eines MES kein Selbstläufer. Eine der größten Hürden liegt in der Stammdatenqualität und der konsequenten Nutzung von Funktionen. Wenn Arbeitspläne oder Materialstammdaten in vorgelagerten Systemen unvollständig sind, können Kennzahlen verzerrt wirken. adesso adressiert diese Punkte in Projekten durch Workshops und Bereinigungsschritte.
Produktmanagerin Julia Fischer spricht von der Gefahr, das System mit zu vielen Kennzahlen zu überladen. Sie empfiehlt, zunächst einige zentrale KPIs festzulegen und diese stabil über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Danach können ergänzende Auswertungen hinzukommen. Wichtig sei, dass Mitarbeitende nachvollziehen können, warum sie bestimmte Daten erfassen und welchen Nutzen sie daraus ziehen.
Plattformstrategie und Weiterentwicklung
adesso verfolgt mit dem Manufacturing Execution System eine Plattformstrategie, bei der neue Funktionen schrittweise ergänzt werden. Dazu gehören etwa mobile Apps für Instandhaltungsteams, die Störungen direkt an Maschinen erfassen und kommentieren können. Auch Schnittstellen zu Augmented-Reality-Lösungen werden diskutiert, um Wartungsschritte visuell zu unterstützen.
Entwicklungsleiter Sven Arnold beschreibt, wie Feedback aus Kundenprojekten in Roadmap-Entscheidungen einfließt. Wenn mehrere Unternehmen ähnliche Wünsche äußern, etwa zur Visualisierung von Energiedaten, erhält dieses Thema mehr Gewicht. Die Plattform bleibt dabei modular, sodass einzelne Features optional bleiben. Diese Offenheit ist im B2B-Umfeld wichtig, weil kein Werk dem anderen gleicht.
Zielgruppe und Marktpositionierung
Das MES von adesso richtet sich vor allem an mittelständische und größere Industrieunternehmen in Europa, die eine industrielle Basisautomatisierung besitzen, aber noch keinen durchgängig digitalen Shopfloor. Branchen wie Maschinenbau, Automotive-Zulieferer, Kunststoffverarbeitung oder Metallbearbeitung stehen im Fokus. Viele dieser Betriebe haben gewachsene Strukturen und suchen einen Partner, der diese versteht.
Vertriebsleiterin Karin Schulte ordnet das Produkt als Baustein im Portfolio von adesso ein, das zwischen klassischen IT-Projekten und branchenspezifischen Lösungen liegt. Die Software soll nicht als Standardpaket ohne Anpassungsmöglichkeiten verstanden werden, sondern als Rahmenwerk, das im Projekt konkret gefüllt wird. So lassen sich branchentypische Besonderheiten berücksichtigen, etwa kundenspezifische Prüfpläne oder Seriennummernlogiken.
Langfristige Perspektive und Rolle der Daten
Mit wachsender Nutzung des MES entsteht ein Fundus an historischen Produktionsdaten, der sich für strategische Entscheidungen nutzen lässt. Unternehmen können Trends erkennen, etwa schleichende Verschlechterungen bestimmter Linien oder wiederkehrende Muster bei Störungen. Diese Erkenntnisse gehen über das Tagesgeschäft hinaus und berühren Investitionsentscheidungen oder Produktdesign.
Datenstrategin Lea Brand sieht darin eine Grundlage für datengetriebene Produktionsplanung. Wenn etwa bekannt ist, dass bestimmte Produktvarianten regelmäßig zu höherem Ausschuss führen, können Engineering und Qualitätsabteilungen an den Ursachen arbeiten. Das MES wird damit nicht nur zu einem Steuerungsinstrument, sondern zu einem Spiegel der operativen Realität, der strukturiertes Lernen ermöglicht.
Kontext und Bedeutung für die adesso SE Aktie
Im Gesamtbild des Unternehmens ist das Manufacturing Execution System Teil der Industriesparte von adesso und trägt zu wiederkehrenden Projekt- und Serviceumsätzen bei. Für Anleger ist dabei weniger die einzelne Installation entscheidend, sondern die Fähigkeit des Unternehmens, aus Projekterfahrungen skalierbare Dienstleistungen zu entwickeln. Die adesso SE Aktie wird im regulierten Markt in Frankfurt und auf Xetra gehandelt; Produktlösungen wie das MES stärken die Position von adesso im industriellen Digitalisierungsmarkt.
Fakten zum adesso Manufacturing Execution System
- Produkt: adesso Manufacturing Execution System
- Hersteller: adesso SE
- Kategorie: B2B / Profi-Software für industrielle Fertigung
- Markteinfuehrung: Projektweise seit Mitte der 2010er Jahre in industriellen Kundenumgebungen
- UVP / Preis: Projektabhängig, üblicherweise individuelle Angebotspreise in Euro
- Verfuegbarkeit: Direkt über adesso als Projektlösung im deutschsprachigen und europäischen Markt
- Zielgruppe: Mittelständische und größere Industrieunternehmen mit diskreter Fertigung
- Besonderheit / USP: Kombination aus modularem MES-Rahmenwerk, branchenspezifischer Beratung und Integration in bestehende ERP- und Automatisierungslandschaften
Dieser Artikel wurde a.i.-gestuetzt erstellt und redaktionell geprueft. Produktinformationen ohne Gewaehr; Preise und Verfuegbarkeit koennen sich kurzfristig aendern. Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Boersengeschaefte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.
