ADO Properties Aktie: FÀlligkeiten bis Ende 2028 gerÀumt
29.06.2026 - 09:19:50 | boerse-global.de
Nach dem 52-Wochen-Tief von 0,13 Euro in der Vorwoche legt die Adler-Group-Aktie am Montag um rund zehn Prozent zu. Der Kurs klettert auf 0,15 Euro. Das klingt nach Trendwende â ist aber vor allem eine Gegenbewegung nach einem langen Absturz.
Seit Jahresbeginn hat die Aktie fast 30 Prozent verloren. Auf Zwölfmonatssicht sind es sogar 38 Prozent. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 0,19 Euro â also deutlich ĂŒber dem aktuellen Niveau. Der RSI von 46,6 signalisiert weder Ăberkauf noch Ăberverkauf. Die annualisierte VolatilitĂ€t von ĂŒber 53 Prozent zeigt: Das Papier bleibt hochspekulativ.
Schulden unter Kontrolle â vorerst
Der eigentliche Kurstreiber ist eine strategische Meldung. Adler hat bestĂ€tigt, seine KapitalmarktfĂ€lligkeiten bis Ende 2028 gerĂ€umt zu haben. Das schafft Luft. Erreicht hat das Unternehmen das vor allem durch PortfolioverkĂ€ufe: Seit Jahresbeginn flossen netto 197 Millionen Euro aus VerĂ€uĂerungen.
Mit diesen Mitteln tilgte Adler Teile der sogenannten 1L New Money Facility. AuĂerdem löste das Unternehmen die verbleibenden Anleihen der Adler Real Estate vorzeitig ab â die ursprĂŒnglich 2026 fĂ€llig gewesen wĂ€ren. Der unmittelbare Refinanzierungsdruck ist damit weg.
Allerdings bleibt der Loan-to-Value-Ratio mit 73,5 Prozent auf einem kritisch hohen Niveau. Das VerhĂ€ltnis von Schulden zu Immobilienwert lĂ€sst wenig Spielraum fĂŒr Wertkorrekturen im Portfolio.
Berliner Kern trÀgt das GeschÀft
Das operative KerngeschĂ€ft liefert stabile, wenn auch bescheidene Zahlen. Der Leerstand im Mietbestand liegt bei nur 1,4 Prozent. Die Mieten wuchsen auf vergleichbarer Basis um 3,6 Prozent. Das Wohnportfolio umfasst ĂŒber 17.000 Einheiten â 99 Prozent davon in Berlin â und ist mit rund 3,5 Milliarden Euro bewertet.
FĂŒr das Gesamtjahr 2026 bestĂ€tigt das Management eine Nettomieteinnahmen-Prognose zwischen 124 und 129 Millionen Euro. Das ist kein Wachstumspfad, aber eine verlĂ€ssliche Basis fĂŒr den Schuldenabbau.
ProjektabschlĂŒsse als nĂ€chster Schritt
Adler will sich kĂŒnftig auf das Berliner MietgeschĂ€ft konzentrieren. DafĂŒr muss das Unternehmen noch laufende Entwicklungsprojekte abschlieĂen. Vorhaben in Leipzig und Frankfurt sollen um den Jahreswechsel fertiggestellt und ĂŒbergeben werden. Die erfolgreiche Abwicklung dieser Forward-Sale-Projekte bringt weiteren Cashflow â und beschleunigt den Umbau zu einem schlanker aufgestellten Vermieter.
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