Adobe Aktie: 25-Milliarden-Rückkauf bis April 2030
01.06.2026 - 11:37:29 | boerse-global.deAdobe und Nvidia haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. Der neue RTX-Spark-Superchip soll künftig direkt in Photoshop und Premiere Pro arbeiten — und KI-gestützte Aufgaben bis zu doppelt so schnell erledigen.
Weg von der Cloud, hin zur lokalen KI
Der Timing des Deals ist kein Zufall. Adobe hat Photoshop gerade mit einem neuen „On-Device Remove Tool" ausgestattet. Das Feature lädt ein 4-GB-KI-Modell herunter und ermöglicht generative Bildbearbeitungen ohne Internetverbindung. Genau hier kommt Nvidias Hardware ins Spiel: Die GPU-Beschleunigung hält die Leistung auch in abgeschotteten Unternehmensumgebungen hoch.
Hinzu kommt ein neues Erkennungssystem für störende Bildelemente. Masten, Schilder und ähnliche Objekte lassen sich künftig mit einer einzigen Aktion entfernen.
Akquisition, KI-Agent, CEO-Wechsel
Adobe baut parallel das Unternehmensgeschäft aus. Die Übernahme von Semrush ist abgeschlossen. Damit fließen SEO- und sogenannte Generative-Engine-Optimization-Funktionen in die CX-Enterprise-Plattform ein — ein Schritt, mit dem Adobe Marken dabei helfen will, auch in KI-Suchumgebungen sichtbar zu bleiben.
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Obendrein hat Adobe im Mai einen „Productivity Agent" für Acrobat vorgestellt. Das Tool erstellt aus PDF-Dateien automatisch Präsentationen, Podcasts oder Social-Media-Inhalte.
Indes steht das Unternehmen vor einem Führungswechsel. CEO Shantanu Narayen, seit fast zwei Jahrzehnten an der Spitze, hat im März seinen Abgang angekündigt.
Aktie unter Druck, Rückkauf als Anker
Die Aktie notiert derzeit bei rund 259 Dollar — deutlich unter dem Niveau der vergangenen zwölf Monate. Manche Analysten sehen auf Basis langfristiger Cashflow-Modelle eine Unterbewertung von mehr als 40 Prozent. Das bleibt vorerst Theorie.
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Konkreter ist das milliardenschwere Rückkaufprogramm: Der Vorstand hat im April ein neues Programm über 25 Milliarden Dollar genehmigt, das bis April 2030 läuft.
Für das zweite Fiskalquartal, dessen Ergebnisse im Juni erwartet werden, peilt Adobe einen Umsatz zwischen 6,43 und 6,48 Milliarden Dollar an. Beim bereinigten Gewinn je Aktie lautet die Zielspanne 5,80 bis 5,85 Dollar. Entscheidend wird sein, ob Firefly und die neue Creative-Cloud-Pro-Erweiterung messbar zum wiederkehrenden Umsatz beitragen — die Zahlen werden es zeigen.
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