AeroVironment Aktie: 43-Prozent-Sturz seit Januar
26.06.2026 - 18:29:14 | boerse-global.de
AeroVironment kämpft mit einem massiven Vertrauensverlust an den Märkten. Die Aktie des Rüstungsspezialisten stürzte am Freitag auf ein neues Jahrestief, während Analysten ihre Erwartungen drastisch nach unten korrigierten.
Analysten kappen Kursziele
KeyBanc senkte das Kursziel für AeroVironment deutlich von 295 auf 220 US-Dollar. Analyst Michael Leshock sieht vor allem Probleme beim wichtigen Satellitenprogramm SCAR als Grund für die Neubewertung. Piper Sandler kürzte das Ziel parallel dazu auf 248 US-Dollar.
Auch die Banken UBS und RBC strichen ihre Erwartungen auf 236 beziehungsweise 250 US-Dollar zusammen. Der Markt reagiert damit auf eine spürbare Abkühlung im Raumfahrtsektor. Die durchschnittlichen Prognosen liegen zwar noch höher, spiegeln aber nicht mehr den Optimismus der Vorquartale wider.
Probleme beim SCAR-Programm
Das SCAR-Programm der U.S. Space Force bereitet dem Management Sorgen. Nach einem Arbeitsstopp im Januar öffnete die Behörde das Projekt für weitere Konkurrenten. Die Folge: Mehrere US-Kanzleien bereiten Sammelklagen wegen mutmaßlich irreführender Aussagen zum BADGER-System vor.
AeroVironment musste zudem seine Zahlen korrigieren. Eine fehlerhafte Goodwill-Abschreibung von 89 Millionen Dollar sorgte für zusätzliche Verunsicherung bei den Investoren. William J. Lynn III soll nun als neues Vorstandsmitglied für mehr Stabilität in der strategischen Führung sorgen.
Kurs markiert neues Jahrestief
Der Kurs sank zuletzt auf 124,80 Euro. Im Tagesverlauf markierte die Aktie bei 117,45 Euro ein neues Jahrestief. Seit Januar summiert sich das Minus damit auf fast 43 Prozent.
Die Aktie notiert nun weit unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 220,85 Euro. Am 27. Juli läuft zudem die Frist für die Sammelklagen ab. Bis dahin bleibt die Ungewissheit über die zukünftige Beteiligung am BADGER-System der zentrale Belastungsfaktor.
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