Airbus, Backlog

Airbus: Backlog wÀchst auf 9.037 Flugzeuge

28.04.2026 - 20:58:52 | boerse-global.de

Air Canada ĂŒbernimmt den ersten A321XLR mit Lie-Flat-Sitzen. Airbus kĂ€mpft mit Lieferverzögerungen und prĂ€sentiert heute die Q1-Zahlen.

Airbus: Backlog wĂ€chst auf 9.037 Flugzeuge - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Airbus: Backlog wĂ€chst auf 9.037 Flugzeuge - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Air Canada hat am 24. April in Hamburg seinen ersten A321XLR ĂŒbernommen — und damit Flugzeuggeschichte geschrieben. Das Flugzeug ist das erste Schmalrumpfflugzeug in der Geschichte der Airline mit Lie-flat-Sitzen. Heute Abend folgt der nĂ€chste große Termin: Airbus prĂ€sentiert seine Q1-Zahlen.

VerspÀtet, aber da

Die Auslieferung ließ lange auf sich warten. Als Air Canada die 30 Maschinen im MĂ€rz 2022 bestellte, rechnete die Airline noch mit der ersten Lieferung im ersten Quartal 2024. Mehrfache Verzögerungen verschoben den Termin immer weiter nach hinten.

Nun ist die erste Maschine da — geleast von SMBC Aviation Capital, registriert als C-GXLR. Die restlichen 29 Jets folgen schrittweise, 15 davon kauft Air Canada direkt bei Airbus. Hinzu kommen Optionen auf weitere 10 Maschinen bis 2032.

Transatlantik mit Schmalrumpf

Der A321XLR schafft bis zu 4.700 Seemeilen Reichweite. Das reicht fĂŒr Nonstop-Verbindungen von Montreal und Toronto nach Berlin, Toulouse oder Edinburgh — Strecken, die bislang Widebody-Jets vorbehalten waren.

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Als erste Route hat Air Canada Montreal nach Palma de Mallorca angekĂŒndigt, Flugbeginn im Juni 2026. Die Kabine trĂ€gt den Namen „Glowing Hearted" und bietet unter anderem Bluetooth-Entertainment und XL-GepĂ€ckfĂ€cher mit 60 Prozent mehr Stauraum als bei Ă€lteren Airbus-Schmalrumpfern.

Starkes Orderbuch, schwache Lieferungen

Airbus hat fĂŒr den A321XLR inzwischen mehr als 500 Bestellungen gesammelt. Das Gesamtorderbuch des Konzerns wuchs allein im MĂ€rz 2026 um 331 neue AuftrĂ€ge auf einen Rekordwert von 9.037 Flugzeugen.

Das Liefertempo hĂ€lt damit nicht Schritt. Im ersten Quartal 2026 ĂŒbergab Airbus 114 Maschinen — 16 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Januar war mit 19 Auslieferungen besonders schwach, MĂ€rz mit 60 der stĂ€rkste Monat des Quartals. Lieferkettenprobleme, Rumpfpanel-EngpĂ€sse und ein öffentlich ausgetragener Streit mit Triebwerkshersteller Pratt & Whitney ĂŒber knappe Antriebe belasten den Betrieb.

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FĂŒr das Gesamtjahr 2026 hĂ€lt Airbus an seiner Prognose fest: rund 870 Auslieferungen, ein bereinigtes EBIT von rund 7,5 Milliarden Euro und ein freier Cashflow von rund 4,5 Milliarden Euro. Ob das Management diese Ziele bekrĂ€ftigt oder anpasst, entscheidet sich heute Abend beim Analystenruf um 19:30 Uhr MESZ.

Die Aktie notiert aktuell bei 40,80 Euro — rund 17 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau. Der RSI liegt bei knapp 11 und signalisiert damit eine stark ĂŒberverkaufte technische Lage.

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