Aktien Europa: Wenig bewegt - Studienflop von Novartis belastet Schweiz
Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 12:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie anhaltend hohen Ăl- und Gaspreise und die damit einhergehenden Inflationssorgen halten die Anleger weiter in Schach. Der EuroStoxx 50 EU0009658145 notierte gegen Mittag mit 0,07 Prozent im Minus bei 6.399,55 Punkten.
AuĂerhalb des Euroraums notierte der britische FTSE 100 GB0001383545 wenig verĂ€ndert. An der Schweizer Börse ging es deutlicher abwĂ€rts: Der Leitindex SMI CH0009980894 verlor 1,18 Prozent auf 14.110,76 Punkte. Hier belasteten hohe Verluste der Novartis CH0012005267-Aktien.
Die Anleger trĂ€ten derzeit auf die Bremse und warteten wichtige Daten und Zinsentscheidungen im Laufe der Woche zunĂ€chst ab, schrieb Kapitalmarktexperte JĂŒrgen Molnar von Robomarkets. Zugleich bleibe der Ălpreis "aktuell das Fieberthermometer der AktienmĂ€rkte".
Ein Barrel (159 Liter) Ăl der Nordseesorte Brent hatte sich am Morgen der runden Marke von 100 US-Dollar angenĂ€hert. HĂ€ndler warteten zuletzt auf Einzelheiten zu einem Abkommen zwischen dem Iran und Oman zur Regelung der Schifffahrt durch die StraĂe von Hormus und darauf, wie die USA auf diese Vereinbarung reagieren wĂŒrden.
Zugleich schĂŒrt der andauernde Konflikt im Nahen Osten die Inflationssorgen und sorgt fĂŒr zusĂ€tzliche Unsicherheit an den MĂ€rkten. Dabei dĂŒrften höhere Zinsen lĂ€nger eingepreist werden, so Robomarkets-Experte Molnar weiter.
Im Fokus der Anleger stehen Inflationsdaten aus den USA. Sie dĂŒrften Hinweise darauf liefern, wie groĂ der Spielraum der US-Notenbank fĂŒr ihre Geldpolitik ist. Allgemein wird am Markt zunehmend mit einer Zinserhöhung durch die Fed in der kommenden Woche gerechnet. Zuvor richtet sich der Blick diese Woche aber auf die EuropĂ€ische Zentralbank. Die WĂ€hrungshĂŒter entscheiden am Donnerstag ĂŒber die Leitzinsen.
Auf Unternehmensseite stachen Novartis-Papiere mit einem Abschlag von gut neun Prozent hervor. Damit notierten die Anteile abgeschlagen als Schlusslicht im Schweizer SMI-Index. Grund fĂŒr den Kursrutsch ist eine erneut gescheiterte Studie, dieses Mal zu einem Wirkstoff gegen die Muskelkrankheit Myotone Dystrophie Typ 1. Das Mittel hatte als HerzstĂŒck der nicht ganz unumstrittenen Ăbernahme des US-Unternehmens Avidity Biosciences fĂŒr 12 Milliarden US-Dollar im FrĂŒhjahr gegolten. Analysten hinterfragten in ersten EinschĂ€tzungen nach dem Studienflop einmal mehr die lĂ€ngerfristigen Wachstumsziele des Pharmakonzerns.
Dagegen ĂŒberzeugte der Generika-Spezialist Sandoz CH1243598427 mit seinen Wachstumsambitionen, die teilweise deutlich ĂŒber den Erwartungen der Analysten lagen. Nach einem Kursanstieg von rund vier Prozent zu Handelsbeginn notierten die Aktien zuletzt aber nur noch leicht im Plus.
