Aktivisten, NRW

Aktivisten verzögern in NRW Castortransport auf A31

Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 07:11 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
In der Nacht haben Aktivisten auf der Autobahn 31 bei Dorsten in Nordrhein-Westfalen einen Castortransport verzögert.

Wie die Polizei mitteilte, nahmen Polizisten einen 20-jĂ€hrigen Mann, eine 37-jĂ€hrige Person und eine 30-jĂ€hrige Frau in Gewahrsam. Nach Angaben der Aktivisten hatten sie sich von der BrĂŒcke in der NĂ€he der Anschlussstelle Schermbeck abgeseilt.

Die Gruppe hatte zudem ein Banner mit der Aufschrift "Stoppt den Scheiß" dabei. "Die heutige Kletter-Aktion reiht sich ein in ein kreatives und vielfĂ€ltiges Protest-Geschehen", hieß es in einer Mitteilung der Aktivisten. Die Anti-Atomkraft-Bewegung sei weiterhin an dem Thema dran.

Laut der Polizei wurde der Transport durch die Aktion verzögert und erreichte schließlich am Morgen das Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus. Der Verkehr wurde zeitweise von der Autobahn abgeleitet. Es handelte sich um den 23. Castortransport aus JĂŒlich.

Die umstrittenen AtommĂŒll-Transporte gehen rund 170 Kilometer von JĂŒlich bei DĂŒren nach Ahaus im MĂŒnsterland ĂŒber Autobahnen quer durch NRW. Insgesamt 152 Castor-BehĂ€lter werden auf Schwerlasttransportern durch Nordrhein-Westfalen gefahren. Es handelt sich um einen der grĂ¶ĂŸten AtommĂŒll-Transporte auf der Straße seit Jahrzehnten. Nach aktueller EinschĂ€tzung des NRW-Wirtschaftsministeriums könnte es noch bis zum Sommer 2028 dauern, bis der letzte AtommĂŒll-BehĂ€lter sein Ziel erreicht hat.

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