ROUNDUP, Flughafen

Flughafen Hannover fĂŒr 45 Minuten gesperrt

06.11.2025 - 12:05:54

(Aktualisierung: Deutsche Flugsicherung zu Drohnen ergĂ€nzt.)HANNOVER - Nach einer Drohnensichtung in der NĂ€he des Flughafens Hannover ist der Flugbetrieb dort am spĂ€ten Mittwochabend vorĂŒbergehend eingestellt worden.

(Aktualisierung: Deutsche Flugsicherung zu Drohnen ergÀnzt.)

HANNOVER (dpa-AFX) - Nach einer Drohnensichtung in der NĂ€he des Flughafens Hannover ist der Flugbetrieb dort am spĂ€ten Mittwochabend vorĂŒbergehend eingestellt worden. Der Flughafen sei am Mittwoch von 22.00 Uhr bis 22.45 Uhr gesperrt gewesen, nachdem ein Flieger im Landeanflug eine Drohne gesichtet und gemeldet habe, sagte ein Sprecher der Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur. Die Drohne flog nach ersten Erkenntnissen ĂŒber ein nahe gelegenes Industriegebiet.

Drei Maschinen umgeleitet

Eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS) sagte, in dem Zeitraum seien aus SicherheitsgrĂŒnden keine Starts und Landungen zugelassen worden. Drei Flugzeuge wurden nach Angaben des Flughafens in Langenhagen bei Hannover umgeleitet. Eine der umgeleiteten Maschinen kam nach Angaben einer Flughafensprecherin aus Frankfurt, sie flog schließlich nach Hamburg statt nach Hannover. Eine weitere Passagiermaschine kehrte zurĂŒck nach Amsterdam und eine Frachtmaschine wurde zum Flughafen Köln/Bonn umgeleitet.

Erst am Sonntagabend war in der NĂ€he des Flughafens Bremen eine Drohne beobachtet worden. Der Flugbetrieb wurde daraufhin fĂŒr eine knappe Stunde ausgesetzt. Am Freitagabend war der Berliner Flughafen BER fĂŒr rund zwei Stunden wegen einer Drohnensichtung gesperrt worden.

Drohnen sind großes Sicherheitsrisiko

Besonders in der Umgebung von FlughĂ€fen sind Drohnen in der Luft ein großes Sicherheitsrisiko. Sie sind in Airport-NĂ€he in einem Radius von 1,5 Kilometern verboten, weil sie Starts und Landungen gefĂ€hrden könnten. Wenn sie dennoch in diesen Gebieten geflogen werden, kann das als gefĂ€hrlicher Eingriff in den Luftverkehr bestraft werden. GefĂ€ngnisstrafen von bis zu zehn Jahren seien möglich, sagte die DFS-Sprecherin.

Seit Jahren gebe es immer wieder DrohnenflĂŒge in FlughafennĂ€he, sagte sie. "Drohnen können die An- und AbflĂŒge gefĂ€hrden, daher reagieren wir immer sofort: Sobald uns eine Drohnensichtung bekannt wird, erteilt unser Tower nur noch Freigaben fĂŒr den nicht betroffenen Bereich des Flughafens." Im Extremfall wĂŒrden An- und AbflĂŒge ganz eingestellt. Piloten wĂŒrden ĂŒber gesichtete Drohnen informiert. Die meisten Drohnen wĂŒrden von Piloten selbst gemeldet - oder von BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern.

Hannover und Bremen immer wieder betroffen

Immer wieder stören Drohnen auch unter anderem den Betrieb an den FlughÀfen in Bremen und Hannover. Bis Ende August hatte die Deutsche Flugsicherung in diesem Jahr jeweils vier Behinderungen durch unbemannte FluggerÀte verzeichnet, wie aus einem Drohnen-Report hervorgeht.

@ dpa.de