Alpine, A110

Alpine A110 im Reality-Check: Warum dieser leichte Mittelmotorsportwagen sich anfĂĽhlt wie ein legaler Trackday fĂĽr die StraĂźe

02.02.2026 - 02:35:32

Stell dir vor, du steigst morgens ins Auto – und statt Pendelfrust bekommst du Gänsehaut, jedes Mal wenn der Motor startet. Die Alpine A110 verspricht genau das: ein radikal leichtes Fahrerlebnis, fernab vom PS-Overkill. Aber ist sie wirklich so magisch, wie alle sagen?

Wenn Autofahren sich nur noch nach Stau und Spotify-Playlist anfühlt …

Du kennst das: moderne Autos sind rollende Smartphones. Riesige Displays, Assistenten, blinkende Icons – und trotzdem fühlt sich jede Fahrt gleich an. Schnell bist du längst nicht mehr, nur schwer. Zwei Tonnen SUV, 400 PS, 20 Knöpfe am Lenkrad – und null Herzklopfen.

Irgendwann merkst du: Geschwindigkeit ist nicht das Problem. Gewicht schon. Gefühl auch. Du willst wieder dieses Kribbeln wie früher im Kart. Direkte Lenkung, ehrliches Feedback, ein Auto, das kleiner ist als dein Ego – und das dir trotzdem jedes Mal ein breites Grinsen ins Gesicht hämmert.

Genau da setzt ein Auto an, das im Jahr 2026 fast ein Anachronismus ist – und gerade deshalb so brutal begehrenswert wirkt.

Die Lösung: Die Alpine A110 – das Leichtgewicht, das dein Fahrgefühl rebootet

Die Alpine A110 ist so etwas wie ein Liebesbrief an das analoge Fahren, unterschrieben von der Renault Group und getragen von der Allianz mit Nissan. Ein Mittelmotor-Sportwagen, der sich konsequent gegen den Trend stellt: statt immer mehr PS gibt es hier vor allem weniger Gewicht – und damit mehr Gefühl.

Auf der offiziellen Seite von Alpine findest du das komplette Line-up: von der A110 als Basis über die A110 GT bis hin zur A110 S und radikalen Sondermodellen wie der A110 R. Aber der gemeinsame Nenner bleibt immer gleich: rund 1.100 kg Leergewicht (je nach Version), ein kompakter 1,8-Liter-Turbovierzylinder hinter deinen Schultern, Heckantrieb, Doppelkupplungsgetriebe und ein Fahrgefühl, das viele Tester als „Porsche-Killer in Kurven“ beschreiben.

Während andere Hersteller stolz zwei Tonnen Elektro-SUV auf den Markt wuchten, spielt die Alpine A110 bewusst in einer anderen Liga: emotional, leicht, pur. Genau deshalb sprechen Fans auf Reddit und YouTube vom „letzten echten Leichtbau-Coupé“, das sich im Alltag genauso wohl fühlt wie auf der Passstraße.

Warum gerade dieses Modell? Der Realitäts-Check

Natürlich: Es gibt Porsche Cayman, Toyota GR Supra, BMW M2 und viele andere. Aber die Alpine A110 verfolgt einen anderen Ansatz – und den spürst du bei jeder Bodenwelle, jeder Lenkbewegung, jedem Einlenkpunkt. Hier ein Übersetzen von Technik in dein reales Leben:

  • Leichtbau statt Leistungs-Bizeps: Die A110 wiegt, je nach Version, grob 200–300 kg weniger als viele direkte Konkurrenten. In Kurven bedeutet das: weniger Trägheit, schnelleres Einlenken, spielerisches Umsetzen. Du brauchst keine 600 PS, wenn die Fuhre so leichtfĂĽĂźig ist.
  • Mittelmotor-Layout: Der Motor sitzt direkt hinter dir. Das sorgt fĂĽr eine ausgewogene Gewichtsverteilung und ein unglaublich neutrales Fahrverhalten. Im Alltag heiĂźt das: Das Auto fĂĽhlt sich klein, wendig und präzise an – die LandstraĂźe wird zu deinem persönlichen Parcours.
  • 1,8-Liter-Turbovierzylinder: Je nach Variante liefert der Motor rund 252 bis 300 PS (laut Alpine-Spezifikation fĂĽr A110 / GT / S / R). Klingt auf dem Papier unspektakulär – fĂĽhlt sich im Leichtbau-Chassis aber brutal lebendig an. Du musst den Motor nicht prĂĽgeln, um SpaĂź zu haben.
  • Doppelkupplungsgetriebe: Schnelle, knackige Gangwechsel, die du ĂĽber Schaltwippen am Lenkrad steuerst. Im Alltag: komfortabel in der Stadt, kompromisslos, wenn du in den „Sport“- oder „Track“-Modus gehst.
  • Federung, die nicht dein Kreuz bricht: Gerade die „normale“ A110 ist erstaunlich komfortabel abgestimmt. Viele Tester nennen sie „den einzigen Sportwagen, den man wirklich täglich fahren möchte“. Du bekommst Agilität ohne Bandscheibentod.
  • Innenraum mit Fokus auf den Fahrer: Keine ĂĽberladenen MenĂĽs, sondern ein cockpitartiger Innenraum mit klaren Bedienelementen. Je nach Ausstattungsvariante gibt es Schalensitze, Alcantara und sportliche Farbdetails. Du sitzt tief, fĂĽhlst dich integriert – wie angegossen.
  • Design mit Wiedererkennungswert: Doppelscheinwerfer vorn, flache Silhouette, knackiges Heck – die A110 wirkt auf Bildern schön und in echt noch viel kleiner, zarter und radikal sportlich. Ein Auto, das man nicht nur fährt, sondern ansieht wie ein gutes Objekt-Design.

Alpine A110: Auf einen Blick: Die Fakten

Die Alpine A110 punktet nicht mit rohen Zahlen, sondern mit einem Gesamtpaket aus Leichtbau, Mittelmotor und Alltagstauglichkeit. Die wichtigsten Eckdaten und was sie dir im Alltag bringen:

Merkmal Dein Nutzen
Leichtbau-Karosserie (Aluminiumstruktur, je nach Version ca. 1.100 kg) SpĂĽrbar agileres Fahrverhalten, weniger Verbrauch im Alltag, spielerische Kurvendynamik ohne brachiale Leistung.
Mittelmotor-Layout mit Heckantrieb Ausgewogene Balance, präzises Einlenken, hohe Kurvengeschwindigkeit – fühlt sich fast wie ein Rennwagen an, bleibt aber beherrschbar.
1,8-Liter-Turbovierzylinder (je nach Variante rund 252–300 PS, laut Alpine-Spezifikation) Satter Durchzug aus niedrigen Drehzahlen, sportlicher Sound, genug Leistung für Trackdays, ohne im Alltag permanent zu provozieren.
7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe Blitzschnelle Gangwechsel im Sportmodus, entspanntes Gleiten im Normalmodus – ideal für Stadt, Landstraße und Autobahn.
Sportfahrwerk (je nach Version komfortorientiert oder straffer abgestimmt) Alltagstauglicher Komfort in der Basis-A110, deutlich schärferer Fokus bei A110 S/R – du kannst wählen, wie kompromisslos du es magst.
Kompakte Abmessungen Parkhäuser, enge Altstadtgassen, Serpentinen – die A110 passt fast überall durch und fühlt sich nie „zu groß“ an.
Markantes Alpine-Design Hoher Wiedererkennungswert, viele Daumen hoch an der Tankstelle – du fährst etwas, das nicht an jeder Ecke steht.

Auch wenn die offiziellen Daten je nach Variante und Sondermodell variieren: Die Philosophie bleibt gleich – Leichtbau, Fahrspaß, Emotionalität statt reiner Datenblatt-Pornografie.

Alpine A110: Das sagen Nutzer und Experten

Die Alpine A110 wird in Tests von Automagazinen, YouTube-Kanälen und auf Plattformen wie Reddit fast schon kultisch gefeiert – mit ein paar klaren Kritikpunkten. Die Stimmung ist aber eindeutig: Wer sie versteht, liebt sie.

  • FahrspaĂź: Immer wieder beschreiben Fahrer die A110 als „das spaĂźigste Auto, das ich je hatte“ oder „mehr GefĂĽhl als ein moderner 911 in legalen Geschwindigkeitsbereichen“. Besonders gelobt wird, wie schnell man Vertrauen in das Fahrwerk fasst.
  • Alltagstauglichkeit: Viele Besitzer nutzen die A110 als Daily Driver. Berichtet werden ein akzeptabler Verbrauch, brauchbare Kofferräume vorn und hinten (kein Kombi, aber ausreichend fĂĽrs Wochenende) und eine angenehme Sitzposition auch auf längeren Strecken.
  • Exklusivität: In Deutschland, Ă–sterreich und der Schweiz ist die A110 selten. Genau das reizt viele: Du fährst etwas, das nicht zum Standard-Fuhrpark gehört.
  • Kritikpunkte: Immer wieder genannt werden das Infotainment (grafisch und funktional nicht auf Premium-Niveau), eingeschränkte Ablagemöglichkeiten im Innenraum und teilweise ĂĽberschaubare Händlerdichte. AuĂźerdem ist der sportliche Einstieg tief – nichts fĂĽr Menschen, die gern „einsteigen“, statt „hinabsteigen“.
  • Langzeitwirkung: Spannend: Viele Langzeitbesitzer berichten, dass die Begeisterung nicht abnimmt. Im Gegenteil – je besser man das Auto kennt, desto größer wird der Respekt vor dem Konzept.

Dass hinter Alpine die Renault Group steht – verbunden über eine Allianz mit Nissan Motor Co. Ltd. (ISIN: JP3725400000) – sorgt zudem für ein industrielles Fundament, das deutlich stabiler ist als bei manchem kleinen Nischenhersteller.

Alternativen vs. Alpine A110

In einem Markt voller leistungsstarker Sportcoupés stellt sich die Frage: Warum ausgerechnet die Alpine A110 und nicht ein Porsche 718 Cayman, Toyota GR Supra oder BMW M2?

  • GegenĂĽber Porsche 718 Cayman: Der Cayman ist technisch brillant, aber spĂĽrbar schwerer und verbreiteter. Die A110 kontert mit Leichtbau und einem noch spielerischeren, teilweise gutmĂĽtigeren Grenzbereich. Emotion statt Perfektions-Ăśberfrachtung – und ein deutlich seltener Anblick.
  • GegenĂĽber Toyota GR Supra: Die Supra ist stärker, aber auch wieder schwerer und eher GT-orientiert. Die A110 fĂĽhlt sich purer und unmittelbarer an – weniger Hochgeschwindigkeits-Cruiser, mehr Kurvenmesser.
  • GegenĂĽber BMW M2 & Co.: Frontmotor-CoupĂ©s punkten mit Alltag und Platz, sind aber konzeptbedingt nicht so leichtfĂĽĂźig. Die Alpine A110 ist konsequent auf Fahrfreude optimiert – wer das sucht, nimmt die Kompromisse bei Platz gern in Kauf.
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: Je nach Ausstattungsvariante liegt die A110 preislich im Umfeld der genannten Konkurrenten. Entscheidend ist, was du willst: Maximale Zahlen fĂĽrs Stammtisch-Ranking oder ein FahrgefĂĽhl, das du nicht in Excel packen kannst. In Sachen „Freude pro Kilo“ ist die Alpine extrem schwer zu schlagen.

Fazit: Lohnt sich der Kauf?

Die Alpine A110 ist kein Auto für alle – und genau das macht sie so attraktiv. Sie ist nichts für Menschen, die hauptsächlich Infotainment vergleichen oder für die ein Auto vor allem Statussymbol ist. Sie ist für dich, wenn du morgens einen Umweg fährst, nur weil die Straße schöner ist.

Du bekommst einen leichten Mittelmotorsportwagen mit klarem Fokus auf Fahrspaß, der im Alltag überraschend gut funktioniert und sich immer ein bisschen nach Wochenende anfühlt. Die Kritikpunkte – Infotainment, Platz, Zugang – sind real, aber sie verblassen, sobald du die erste kurvige Strecke hinter dir hast.

Am Ende stellst du dir nur eine Frage: Willst du ein modernes Auto – oder ein modernes Fahrerlebnis? Wenn es Letzteres ist, dann könnte die Alpine A110 genau der Sportwagen sein, der dich jedes Mal beim Startknopf daran erinnert, warum du Autofahren überhaupt liebst. Bist du bereit, das Gewicht runterzuwerfen – und das Gefühl hochzudrehen?

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