ROUNDUP, AuswÀrtiges

AuswÀrtiges Amt bestellt russischen Botschafter ein

12.09.2025 - 13:43:09

Als Reaktion auf die Verletzungen des polnischen Luftraums durch russische Drohnen hat das AuswÀrtige Amt den russischen Botschafter einbestellt.

Das Agieren des russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin sei "gefĂ€hrlich" und "inakzeptabel", teilte das Ministerium auf der Plattform X zur BegrĂŒndung mit. "Die #NATO steht fest zusammen, um unser BĂŒndnisgebiet & unsere Sicherheit zu verteidigen."

Die Einbestellung eines Botschafters gilt als deutliche Form des diplomatischen Protests. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte bereits am Mittwoch erklĂ€rt, dass er die Verletzung des polnischen Luftraums nicht fĂŒr ein Versehen halte. Er sehe darin "eine ganz ernsthafte GefĂ€hrdung des Friedens in ganz Europa". Merz sprach auch von einer "neuen QualitĂ€t von Angriffen, die wir aus Russland sehen".

Als Reaktion hat die Bundesregierung die Beteiligung der Bundeswehr am Schutz der Nato-Ostflanke verstĂ€rkt. FĂŒr die Überwachung des Luftraums ĂŒber Polen stehen in Rostock-Laage zunĂ€chst bis Ende des Jahres vier statt bisher zwei Eurofighter-Kampfjets zur VerfĂŒgung.

Auch Frankreich stellt Botschafter ein

Auch Frankreich bestellt nach dem Eindringen russischer Drohnen in den polnischen Luftraum den russischen Botschafter in Paris ein. Man werde ihm sagen, dass man sich nicht einschĂŒchtern lasse, sagte der geschĂ€ftsfĂŒhrende Außenminister Jean-NoĂ«l Barrot im Sender France Inter. Außerdem mĂŒsse Russland aufhören, die Nato und seine VerbĂŒndeten zu testen.

Als Reaktion auf den Vorfall wird auch Frankreich drei Rafale-Kampfjets zum Schutz des polnischen Luftraums und der Nato-Ostflanke entsenden. Auch Personal und Munition soll zur VerstĂ€rkung geschickt werden, hieß es vom Verteidigungsministerium.

@ dpa.de