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Frankfurt Schluss: Dax leicht im Minus - Anleger weiterhin nervös

05.02.2026 - 18:08:43 | dpa.de

Am deutschen Aktienmarkt hat der Dax DE0008469008 am Donnerstag mit weiteren Verlusten seinen Abstand zur runden 25.000-Punkte-Marke vergrĂ¶ĂŸert.

Die Stimmung am Markt ist immer noch geprĂ€gt von NervositĂ€t, insbesondere bei Edelmetallen und KryptowĂ€hrungen. Zudem ist die Verunsicherung im Technologiesektor groß, denn KĂŒnstliche Intelligenz stellt aktuell eine Vielzahl traditioneller GeschĂ€ftsmodelle auf die Probe.

Der Silberpreis ging erneut auf Talfahrt und könnte laut Jochen Stanzl, Analyst bei der Consorsbank, in Richtung 60 US-Dollar oder tiefer die Angst vor AnschlussverkÀufen in anderen Anlageklassen sofort wieder ins Bewusstsein der Anleger rufen. Zudem sackte der Bitcoin weiter ab.

Der Dax verbuchte am Tag der Zinsentscheidung der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) letztlich einen Abschlag von 0,46 Prozent auf 24.491,06 Punkte. Im Tagesverlauf war das Börsenbarometer um bis zu 1,3 Prozent abgerutscht und hatte damit fast sein bisheriges Jahrestief erreicht. Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Börsenwerte sank zum Handelsschluss um 0,29 Prozent auf 31.434,51 Punkte.

Die Leitzinsen im Euroraum bleiben auch im neuen Jahr vorerst unverĂ€ndert. Damit wurde am Markt gerechnet. EZB-PrĂ€sidentin Christine Lagarde bekrĂ€ftigte nach der Sitzung des EZB-Rates in Frankfurt: "Wir sind in einer guten Lage und die Inflation ist in einer guten Lage." Die Aufwertung des Euro gegenĂŒber dem Dollar kommentierte die Französin betont gelassen: Der Eurokurs sei seit MĂ€rz 2025 gestiegen, dies sei in den Szenarien der EuropĂ€ischen Zentralbank eingepreist.

Investoren nÀhmen in diesem Umfeld aber lieber Gewinne mit und positionierten sich an den Seitenlinien, kommentierte Marktexperte Andreas Lipkow. Schwache Signale vom US-Arbeitsmarkt setzten die Kurse zusÀtzlich unter Druck.

RĂŒstungswerte wie Rheinmetall DE0007030009 gaben unter dem Eindruck fortdauernder Ukraine-GesprĂ€che nach. Bei Rheinmetall machten sich Anleger aber vor allem Sorgen, dass die Erwartungen an 2026 zu hoch sein könnten. Die Anteile sackten am Dax-Ende um 6,5 Prozent ab.

Autowerte setzten Anleger ebenfalls auf den Verkaufszettel. Schwache Quartalszahlen von Volvo Cars SE0021628898 galten als Auslöser dafĂŒr. Im Dax lagen BMW DE0005190003, Mercedes-Benz DE0007100000 und Volkswagen (VW) DE0007664039 mit AbschlĂ€gen von bis zu 3,7 Prozent auf den hinteren PlĂ€tzen.

Quartalszahlen hiesiger Unternehmen bewegten einige Aktien besonders stark. Rational DE0007010803 sprangen an der MDax-Spitze um 13,5 Prozent hoch. Der GroßkĂŒchenausstatter hatte die Erwartungen ĂŒbertroffen. Bei Evonik DE000EVNK013 nahmen Anleger hin, dass der Spezialchemiekonzern seine Dividende senkt, goutierten aber, dass dieser eine Gewinnbelebung 2026 fĂŒr möglich hĂ€lt. WĂ€hrend der Chemiesektor EU0009658608 seine starken Vortagsgewinne konsolidierte, legten Papiere von Evonik um 3,5 Prozent zu.

Als Schlusslicht im Nebenwerteindex SDax sackten Heidelberger Druck DE0007314007 um gut 14 Prozent ab. Analyst Stefan Augustin von Warburg Research sah den grĂ¶ĂŸten Schwachpunkt der Quartalsergebnisse des Maschinenbauers im Auftragseingang, der seine SchĂ€tzungen verfehlt habe.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 fiel um 0,75 Prozent auf 5.925,70 ZĂ€hler. Auch in ZĂŒrich CH0009980894 und vor allem in London GB0001383545 ging es nach unten. In New York fiel der Dow Jones Industrial US2605661048 zum europĂ€ischen Handelsschluss um knapp ein Prozent./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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