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Frankfurt Schluss: Dax trotzt Ölpreis-Anstieg - Airbus gefragt

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 18:06 Uhr | dpa.de

Am deutschen Aktienmarkt hat sich der Dax DE0008469008 am Mittwoch weiter nach oben gearbeitet.

In einem von anhaltender Unsicherheit wegen des Iran-Kriegs geprägten Umfeld hatte der Leitindex seine jüngsten Gewinne zunächst bis auf 25.271 Zähler ausgebaut, bis der Schwung wieder etwas nachließ.

Zum Handelsschluss stand das Börsenbarometer 0,58 Prozent höher bei 25.155,41 Punkten. Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen deutschen Unternehmen gewann 0,53 Prozent auf 31.982,03 Zähler. Die Ölpreise legten angesichts der anhaltenden Angriffe der USA auf den Iran deutlich zu, weshalb die Inflationssorgen der Anleger nicht abebbten.

Gestützt wurde der Dax von den Airbus-Aktien NL0000235190, die an der Index-Spitze um etwas mehr als 7 Prozent anzogen. Der weltgrößte Flugzeugbauer will seinen Gewinn dank der starken Nachfrage nach Passagierjets bis 2029 kräftig nach oben treiben. Für Aufwind sorgte auch ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm.

Anleger blicken nun in Richtung der Vereinigten Staaten, wo nach dem Handelsende in New York die Berichtssaison mit den großen Tech-Unternehmen Tesla US88160R1014 und Alphabet US02079K3059 aufwartet. Von IBM US4592001014 gibt es zudem detaillierte Geschäftszahlen.

Hinter Airbus stiegen im Dax die Anteile von Gea DE0006602006 um 5,7 Prozent. Der Anlagenbauer blickt nach einem überraschend erfolgreichen Quartal optimistischer auf das laufende Geschäftsjahr. Börsianer sahen den Auftragseingang, den Umsatz und das operative Ergebnis im abgelaufenen Jahresviertel über den Erwartungen.

Die Papiere des Energietechnikkonzerns Siemens Energy DE000ENER6Y0 zollten ihrem starken Lauf nochmals Tribut und büßten am Dax-Ende 3,7 Prozent ein. Der Quartalsbericht des US-Wettbewerbers GE Vernova US36828A1016 mit einem angehobenen Ausblick reichte nicht, um den Schwung zu erhalten. Gleichwohl dämmten Siemens Energy einen Teil ihrer Kursverluste bis zum Handelsende ein.

Im Nebenwerteindex SDax DE0009653386 überzeugte Friedrich Vorwerk DE000A255F11 den Markt, die Aktien gewannen 6,2 Prozent. Der Pipeline- und Anlagenbauer für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen hob dank einer deutlich gestiegenen Profitabilität im ersten Halbjahr seine Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr an. Als größter Aktionär von Friedrich Vorwerk profitierte die Beteiligungsgesellschaft MBB DE000A0ETBQ4 von den guten Nachrichten und legte nach einem starken Lauf im zweiten Quartal ebenfalls die Latte für die Profitabilität im Gesamtjahr höher. Die Papiere gewannen 4,7 Prozent.

Im MDax stiegen die Papiere von Porsche AG DE000PAG9113 um 3,2 Prozent. Das Bankhaus Metzler hatte sie im Zuge eines Analystenwechsels um zwei Schritte von "Sell" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 31 auf 64 Euro mehr als verdoppelt. Besser als Porsche waren im MDax nur noch Deutz DE0006305006 und Wacker Chemie DE000WCH8881.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 beendete den Handel mit plus 0,50 Prozent auf 6316,99 Punkte. Außerhalb der Eurozone gab es klare Gewinne in London GB0001383545, während es in Zürich CH0009980894 nur für ein moderates Plus reichte. In New York verhielten sich die Marktteilnehmer vor allem im Techsektor angesichts der nachbörslich anstehenden Quartalsbilanzen eher zurückhaltend./ajx/he

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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