Dax kaum verÀndert - Stabilisierung noch in der Schwebe
17.04.2024 - 17:46:29Entgegengesetzte Vorzeichen gab es derweil fĂŒr Continental. Die Zahlen des Autozulieferers fielen enttĂ€uschend aus. Es sehe ganz danach aus, als könnte sich der Deutsche Aktienindex nach seinem Rutsch unter die 18.000er-Marke wieder fangen und stabilisieren, sagte Konstantin Oldenburger, Marktanalyst bei CMC Markets. "Diese Entwicklung war allerdings auch in den vergangenen zwei Wochen jeweils zur Wochenmitte zu beobachten, beide Male ging es schief." Bleibe die Frage, ob es beim dritten Mal gelingen könne, zu einem Zeitpunkt, wo der Abgesang der Rally immer lauter werde. "Die vorherrschenden Marktmeinungen Ă€ndern sich schnell. DafĂŒr ist die Börse bekannt: Zu Beginn des Jahres 2024 waren sich die Anleger einig darĂŒber, dass es mehr als doppelt so viele Zinssenkungen geben wĂŒrde als von der Fed kommuniziert. Von dieser Hoffnung ist gut drei Monate spĂ€ter nicht mehr viel ĂŒbrig", so Oldenburger weiter. Es sei allerdings nicht davon auszugehen, dass die Zinswende in diesem Jahr ganz ausfalle. "SpĂ€testens vor der PrĂ€sidentenwahl im November dĂŒrfte die Fed den ersten symbolischen Schritt nach unten gehen, um die Stimmung zu heben und damit beiden Kandidaten einen möglichst guten Ausgangspunkt in Sachen Wirtschaftswachstum zu geben." AuĂerhalb dieser geldpolitischen Unsicherheit könne in diesem Monat ein Effekt der Steuerzahlungen in den USA zu beobachten sein. Dieser drĂŒcke den Aktienmarkt in einer saisonal starken Zeit ebenfalls kurzfristig nach unten. "Er kam auch im Oktober 2023 zum Tragen, als viele Kalifornier ihre Steuern bezahlen mussten. Aufgrund der Ăberschwemmungen zu Jahresbeginn gewĂ€hrte die US-Steuerbehörde den meisten Kaliforniern einen Aufschub bis Mitte Oktober." Sollte dies auch jetzt auf die Kurse drĂŒcken, dĂŒrfte sich die aktuelle SchwĂ€che bald legen, so der Marktanalyst. AuĂerhalb dieser beiden Themen könne die gerade angelaufene Berichtssaison die Hauptantriebskraft der AktienmĂ€rkte in den kommenden Wochen werden. Der Markt habe bei guten Zahlen die Chance, sich selbst aus dem Dreck zu ziehen, vor allem dann, wenn die Spannungen zwischen Iran und Israel nicht zunĂ€hmen und sich die AngstprĂ€mie wieder umkehre, sagte Oldenburger. Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung war am Mittwochnachmittag stĂ€rker: Ein Euro kostete 1,0644 US-Dollar (+0,25 Prozent), ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,9395 Euro zu haben. Der Goldpreis stieg leicht an, am Nachmittag wurden fĂŒr eine Feinunze 2.387 US-Dollar gezahlt (+0,2 Prozent). Das entspricht einem Preis von 72,10 Euro pro Gramm. Der Ălpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 88,81 US-Dollar, das waren 121 Cent oder 1,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.


