Amazfit, Smartwatch-Ökosystem

Amazfit erweitert Smartwatch-Ökosystem mit 20 neuen Mini-Apps

31.01.2026 - 12:27:12

Zepp Health wertet bestehende Amazfit-Modelle mit über 20 neuen Mini-Apps auf und setzt damit auf Software statt neue Hardware. Das Update umfasst Profi-Tools, Gesundheitsfunktionen und Alltagshilfen.

Zepp Health stattet seine Amazfit-Smartwatches mit einem umfangreichen Software-Update auf. Rund 20 neue Mini-Apps sollen Training, Gesundheit und Alltag verbessern und zeigen eine klare Strategie: Statt auf neue Hardware setzt der Hersteller auf die Aufwertung bestehender Modelle durch Software.

Software als Lebenselixier für bestehende Hardware

Der Schritt erinnert an die Strategien von Premium-Konkurrenten wie Apple oder Garmin. Zepp Health verlängert den Lebenszyklus aktueller Uhren durch umfangreiche Updates. Die neuen Funktionen sind ab sofort für Modelle wie die Amazfit Balance 2, T-Rex 3, T-Rex 3 Pro und Active Max verfügbar. Grundlage ist das hauseigene, schlanke Betriebssystem Zepp OS, das nun über 400 Anwendungen zählt.

Die Architektur der „Mini-Apps“ ist auf Effizienz getrimmt. Die kleinen Programme laufen direkt auf dem Gerät, ohne Akku oder Performance stark zu belasten. So können Nutzer ihre Uhr mit Nischen-Tools personalisieren.

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Passend zum Thema Sport- und Gesundheits-Apps – viele Nutzer suchen einfache Trainingspläne, die sich in den Alltag integrieren lassen und mit Wearables zusammenarbeiten. Der kostenlose Report „Mein kleines Fitnessstudio für Zuhause“ zeigt, wie Sie mit fünf platzsparenden Trainingshelfern und kurzen, sofort umsetzbaren Übungsplänen Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit aufbauen – eine perfekte Ergänzung zu Amazfit-Trainingsdaten und Mini-Apps. Ideal für alle, die kein Studio wollen oder viel unterwegs sind. Gratis-Report: Heim-Fitness starten

Neue Apps: Von Profi-Analyse bis Jetlag-Manager

Das Update deckt ein breites Spektrum ab. Für ambitionierte Sportler ist GRun for Amazfit der Star der Show. Die App erweitert die Standard-Trainingsansicht um über 50 zusätzliche Datenpunkte. Läufer sehen Echtzeit-Analysen, Leistungsprognosen und individuell konfigurierbare Datenbildschirme. Eine Besonderheit ist die „Estimated Time of Arrival“-Metrik (ETA), die Marathonläufern hilft, ihr Renntempo präzise zu steuern.

Eine weitere Integration ist Intervals.icu. Sie bringt komplexes Intervalltraining direkt aufs Handgelenk – ohne dass Nutzer den Trainingsplan auswendig lernen oder ihr Smartphone mitnehmen müssen.

Im Gesundheitsbereich kommt ein Biometrischer Anomalie-Detektor hinzu. Er erkennt Abweichungen vom individuellen physiologischen Basiswert. Zepp Health betont, dass es sich nicht um ein medizinisches Diagnosewerkzeug handelt. Die App soll jedoch vor potenzieller Erschöpfung oder frühen Krankheitszeichen warnen. Für Bergsteiger bietet die Höhen-Oximetrie-App eine auf große Höhen zugeschnittene Blut-Sauerstoff-Messung.

Auch der Alltag wird bedient: Der Jetlag-Manager hilft bei der Anpassung an neue Zeitzonen. Der Batterie-Assistent gibt Nutzern detaillierte Kontrolle über den Energieverbrauch für extra Laufzeit. Kuriositäten wie ein professionelles Luxmeter für Fotografen oder Go Guiny, ein virtuelles Haustier zur Bewegungsmotivation, runden das Paket ab.

Zepp OS erreicht Meilenstein und schließt zu Premium-Konkurrenz auf

Mit dem Update überschreitet der Zepp OS App-Store die Marke von 400 Apps. Das ist ein beachtlicher Erfolg für ein proprietäres Wearable-Betriebssystem. Anders als Wear OS oder watchOS baut Zepp OS auf einen Katalog effizienter, spezialisierter Mini-Apps – ohne starke Abhängigkeit von Smartphone-App-Stores.

Parallel wurde die begleitende Smartphone-App aktualisiert. Die Zepp App für iOS liegt jetzt in Version 10.0 vor und führt eine neue „Abzeichen“-Rubrik ein, um Fitness-Erfolge zu gamifizieren. Eine ähnliche Aktualisierung für Android soll folgen.

Marktbeobachter deuten die aggressive Software-Strategie als Reaktion auf einen reifen Wearables-Markt. Die hardwaretechnischen Unterschiede zwischen Smartwatch-Generationen schwinden. Der entscheidende Wettbewerbsvorteil liegt zunehmend im Software-Ökosystem.

Funktionen wie das Ernährungsprotokoll, das nun Nährwertdaten direkt auf der Uhr anzeigt, schließen die Lücke zu teureren Konkurrenzprodukten. Die Integration von Drittanbieter-Diensten wie TrainingPeaks, speziellen Modi für „Rucking“ (Gehen mit Gewicht) und fortschrittlichen Laufdynamiken positionieren Amazfit als ernstzunehmende Alternative zu hochpreisigen Sportuhren.

Für Besitzer kompatibler Modelle ist das Update sofort über den Zepp App Store verfügbar. Zepp Health kündigte an, den modularen Ansatz bei Funktionserweiterungen fortzusetzen. In den kommenden Monaten sollen weitere Apps von Drittanbietern hinzukommen. Für Nutzer bedeutet das: Ihr Gerät erhält über Nacht ein deutliches Upgrade – ohne zusätzliche Kosten.

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