Amazon-Betrüger zielen mit gefälschten Rückerstattungen auf Kunden
09.02.2026 - 06:40:12Eine neue Betrugswelle mit gefälschten Amazon-Nachrichten überrollt derzeit Deutschland. Kriminelle locken über WhatsApp und E-Mail mit angeblichen Rückerstattungen von rund 130 Euro, um an sensible Daten zu gelangen. Verbraucherschützer und Sicherheitsexperten warnen vor der zunehmend professionellen Masche.
Die Masche: Druck durch falsche Dringlichkeit
Im Zentrum stehen Nachrichten, die eine erfolgreich bearbeitete Gutschrift vortäuschen. Um das Geld zu erhalten, sollen Empfänger einen Link anklicken und ihre Zahlungsdaten auf einer gefälschten Seite „bestätigen“. Diese Phishing-Seiten imitieren das Amazon-Design täuschend echt.
Ein klassisches Alarmsignal ist der erzeugte Zeitdruck: Die Betrüger setzen oft extrem kurze Fristen, um eine rationale Prüfung der Nachricht zu verhindern. Das Ziel ist klar: Login-Daten, Kreditkarteninformationen und andere persönliche Details abzugreifen.
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Altbekannt, aber effektiv: Das „Jubiläums“-Vorbild
Die aktuelle Masche nutzt Mechanismen, die sich bei früheren Wellen bewährt haben – wie dem fingierten „Amazon Jubiläum“. Dabei wurden Nutzer per WhatsApp zu einer Gewinnspiel-Umfrage eingeladen und sollten die Nachricht an Freunde weiterleiten.
Statt eines Smartphone-Gewinns folgten oft teure Abofallen, Schadsoftware oder Identitätsdiebstahl. Die aktuelle Rückerstattungs-Variante setzt direkt auf den finanziellen Anreiz und die Glaubwürdigkeit einer konkreten Transaktion.
So entlarven Sie die Betrugsversuche
Trotz steigender Professionalität gibt es klare Warnsignale. Amazon betont: Das Unternehmen fordert niemals per externem Link zur Eingabe von Passwörtern oder Zahlungsdaten auf.
- Offizielle Kanäle: Alle Kontomitteilungen erfolgen ausschließlich über die Amazon-Website oder die offizielle App.
- Unpersönliche Anrede: Seriöse Firmen-Mails verwenden Ihren Namen.
- Absender prüfen: Achten Sie auf verdächtige E-Mail-Adressen oder unbekannte Handynummern.
- Keine Links anklicken: Rufen Sie Amazon immer direkt im Browser oder der App auf, um Bestellungen zu prüfen.
Warum Smishing so gefährlich ist
Der Angriff ist Teil des Trends „Smishing“ – einer Kombination aus SMS und Phishing über Messenger. Kriminelle nutzen das Vertrauen in Marken wie Amazon aus. Die Verlagerung zu WhatsApp ist tückisch: Nachrichten von (geknackten) Kontakten aus dem Freundeskreis wirken persönlicher und vertrauenswürdiger. Das senkt die Hemmschwelle für einen Klick.
Was tun im Ernstfall?
Sicherheitsexperten rechnen mit weiter steigenden Smishing-Angriffen. Die beste Verteidigung ist eine gesunde digitale Skepsis.
- Melden & Blockieren: Verdächtige Nummern in WhatsApp sofort melden und blockieren.
- Passwörter ändern: Falls Sie Daten eingegeben haben, ändern Sie umgehend Ihre Passwörter – bei Amazon und anderen Diensten, wo Sie gleiche Logins nutzen.
- Bank informieren: Benachrichtigen Sie Ihre Bank über möglicherweise kompromittierte Zahlungsinformationen.
- Anzeige erstatten: Zeigen Sie den Betrug bei der Polizei an.
Der Grundsatz bleibt: Verifizieren Sie wichtige Informationen stets direkt über die offiziellen Kanäle des Unternehmens – und nicht über Links in zweifelhaften Nachrichten.
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