Amazon, Mini-SupermÀrkte

Amazon macht Mini-SupermÀrkte ohne Kassen dicht

28.01.2026 - 05:52:01

Amazon US0231351067 schließt seine Mini-SupermĂ€rkte ohne Kassen.

Die ersten GeschÀfte unter der Marke Amazon Go, in denen Kunden einfach Produkte aus dem Regal greifen und rausgehen können, öffneten in den USA 2018. Gewichtssensoren in den Regalen und Kameras an der Decke sollen sicherstellen, dass die EinkÀufe richtig zugeordnet und nachtrÀglich abgebucht werden.

Die Technologie werde inzwischen von anderen HĂ€ndlern an mehr als 360 Standorten in fĂŒnf LĂ€ndern eingesetzt, betonte Amazon. Darunter seien eine Krankenhaus-Cafeteria und eine Eishockey-Arena. Zudem greife der Konzern selbst darauf zurĂŒck - fĂŒr die Verpflegung von Mitarbeitenden in mehr als 40 seiner Logistikzentren in Nordamerika. FĂŒr die zuletzt 14 Amazon-Go-LĂ€den in Nordamerika ist nun aber Schluss.

Branchenkenner hatten bereits in den vergangenen Jahren darauf verwiesen, dass die Technik fĂŒr den kassenlosen Einkauf aufwendig und dadurch kostspielig sei. Das mache es schwierig, sie auf grĂ¶ĂŸere LadenflĂ€chen auszuweiten.

Seine wie gewöhnliche SupermĂ€rkte funktionierenden GeschĂ€fte unter der Marke Amazon Fresh macht der weltgrĂ¶ĂŸte EinzelhĂ€ndler ebenfalls dicht. Davon gab es zuletzt mehr als 50. Man habe es nicht geschafft, ein GeschĂ€ftsmodell fĂŒr einen weitreichenden Ausbau des Ladennetzes zu finden.

Ein Teil der aufgegebenen Standorte von Amazon Fresh und Amazon Go soll zu SupermĂ€rkten der Kette Whole Foods umfunktioniert werden, die der Konzern 2017 gekauft hatte. Amazon Ă€ußerte sich zunĂ€chst nicht dazu, ob die Technik zum kassenlosen Einkauf dort weiterhin eingesetzt werden könnte. Amazon Fresh hatte zum Teil dieselben Marken wie Whole Foods im Angebot, oft zu niedrigeren Preisen.

In den vergangenen Jahren probierte Amazon vor allem in den USA verschiedene Wege aus, um aus dem Online-Handel ins stationĂ€re GeschĂ€ft vorzustoßen - und gab viele davon wieder auf. Dazu gehörten unter anderem BuchlĂ€den und GeschĂ€fte fĂŒr Elektronik und Mode.

@ dpa.de