AMD und Intel bringen KI-Power in Mini-PCs
24.01.2026 - 08:36:12Die ersten Mini-PCs mit neuer AMD- und Intel-Siliziumgeneration kommen auf den Markt. Sie versprechen eine neue Ära der KI-Leistung und Grafikpower im kompakten Format.
Neue Prozessoren treiben Mini-PC-Revolution an
Ab dieser Woche rollen die ersten Systeme mit AMDs „Gorgon Point“ (Ryzen AI 400 Serie) und Intels „Panther Lake“ (Core Ultra Serie 3) aus. Die auf der CES 2026 vorgestellten Chips bringen deutliche Verbesserungen bei KI-Rechenleistung und Grafik – und machen aus den platzsparenden Geräten vollwertige Arbeitsstationen. Pioniere sind Hersteller wie ASUS und Minisforum.
Minisforum X1 Pro mit AMDs KI-Chip
Minisforum brachte mit dem X1 Pro-470 einen der ersten Mini-PCs mit AMDs „Gorgon Point“-Architektur auf den Markt. Das Flaggschiff der Serie, der Ryzen AI 9 HX 475, bietet bis zu 12 Kerne und Taktraten bis 5,2 GHz.
Der Fokus liegt klar auf KI: Die verbesserte XDNA 2 NPU (Neural Processing Unit) schafft bis zu 60 TOPS Rechenleistung für lokale KI-Aufgaben. Kreativprofis und Entwickler sollen so anspruchsvolle KI-Anwendungen ohne Cloud-Anbindung nutzen können. Unterstützt wird die NPU durch schnellere LPDDR5x-8533 Arbeitsspeicher und leicht erhöhte Taktraten für CPU und Grafik.
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ASUS NUC 16 Pro setzt auf Intels Panther Lake
Auf der Intel-Seite präsentierte ASUS den NUC 16 Pro mit Core Ultra X9 Serie 3 „Panther Lake“-Prozessoren. Diese Chips sind Intels erste auf dem fortschrittlichen 18A-Fertigungsprozess und kombinieren neue Performance- und Effizienz-Kerne mit der integrierten Xe3-LPG-Grafik.
Der NUC 16 Pro ist als kompakte Workstation konzipiert. Er treibt bis zu vier 4K-Displays gleichzeitig an und bietet umfangreiche Anschlüsse wie duale Thunderbolt-4-Ports. Intel rechnet mit über 200 PC-Designs verschiedener Hersteller, die noch im Januar mit Panther Lake starten.
Der Kampf um die KI-Vorherrschaft im Kleinformat
Die parallelen Markteinführungen zeigen die Strategie beider Konzerne: Hochleistungs-KI und Grafikpower sollen in kompakte, energieeffiziente Geräte einziehen. Während AMDs NPU bis zu 60 TOPS liefert, kommt Intels Version auf konkurrenzfähige 50 TOPS. Beide ermöglichen so komplexe, lokale KI-Berechnungen, die bisher oft in die Cloud ausgelagert werden mussten.
Auch die integrierten Grafikeinheiten legen deutlich zu. AMDs Radeon 890M (RDNA 3.5) mit bis zu 16 Recheneinheiten rivalisiert mit älteren dedizierten GPUs. Intels Xe3-Architektur verspricht einen großen Sprung für Videobearbeitung und Streaming. Damit wandelt sich das Image des Mini-PCs vom schlichten Office-Rechner zur vielseitigen Power-Workstation.
Was bedeutet das für den Markt?
Die ersten Modelle machen die „KI-PC“-Vision der CES 2026 konkret. Die schnelle Adaption in Mini-PCs – neben Laptops – unterstreicht die hohe Nachfrage nach leistungsstarken, platzsparenden Desktop-Lösungen. Diese Systeme sind keine Kompromisse mehr.
Für 2026 ist mit einer raschen Ausweitung des Mini-PC-Angebots mit den neuen Chips zu rechnen. Während „Gorgon Point“ ein optimiertes Update ist, arbeitet AMD bereits an der nächsten Architektur-Generation („Medusa“ mit Zen 6). Für Intel steht die breite Marktdurchdringung von „Panther Lake“ im Fokus. Der Wettbewerb um die kompakteste Power verschärft sich – zum Vorteil für Anwender, die maximale Leistung auf minimalem Raum suchen.
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