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American Airlines Aktie: Rekordumsatz, gekappte Prognose

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 13:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

American Airlines erzielt im zweiten Quartal einen Rekordumsatz, senkt jedoch die Jahresprognose aufgrund massiv gestiegener Treibstoffkosten.

American Airlines: Rekordumsatz, aber Gewinnprognose gesenkt
Moderne Flugzeugtriebwerke bei Sonnenuntergang als Symbol fĂŒr die Luftfahrtbranche. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Ein Quartal mit dem höchsten Umsatz der Firmengeschichte – und trotzdem knickt die Aktie im vorbörslichen Handel ein. Bei American Airlines zeigt sich gerade, wie wenig selbst starke operative Zahlen zĂ€hlen, wenn die Treibstoffkosten außer Kontrolle geraten.

Die Fluggesellschaft senkte ihre Gewinnprognose fĂŒr 2026 erneut und begrĂŒndete den Schritt mit den gestiegenen Kerosinkosten. Statt der im April in Aussicht gestellten Spanne von einem Verlust von 40 US-Cent bis zu einem Gewinn von 1,10 Dollar je Aktie rechnet American nun mit einem Ergebnis zwischen minus 65 US-Cent und plus 65 US-Cent je Aktie. Die Kappung schickte die Aktie im vorbörslichen Handel deutlich nach unten.

Rekordumsatz trifft auf Kostenexplosion

Dabei lieferte das zweite Quartal 2026 durchaus Positives: Der Umsatz kletterte um 16,3 Prozent auf 16,7 Milliarden Dollar – der höchste Wert in der Unternehmensgeschichte. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn nach GAAP von 71 Millionen Dollar beziehungsweise 0,11 Dollar je Aktie, bereinigt waren es 99 Millionen Dollar oder 0,15 Dollar je Aktie.

Das Problem liegt auf der Kostenseite. Die Treibstoffausgaben schossen um mehr als 2,2 Milliarden Dollar nach oben, ein Plus von 83 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahresquartal. Durch höhere Ticketpreise konnte American nur etwa die HĂ€lfte dieses Kostenschubs auffangen. Besonders stark entwickelten sich Premium-Erlöse mit einem Plus von 13,4 Prozent sowie die Nachfrage aus dem GeschĂ€ftsreisesegment, wo die Erlöse um 26 Prozent zulegten.

Treibstoffkosten bleiben das Risiko

Nach der aktuellen Terminkurve fĂŒr Kerosin, Stand 21. Juli, rechnet American fĂŒr das dritte Quartal mit einem weiteren Kostenanstieg von 1,7 Milliarden Dollar gegenĂŒber dem Vorjahr. Die VolatilitĂ€t am Ölmarkt macht damit ausgerechnet in der Hauptreisesaison die Planung schwierig – ein Muster, das sich bereits in den ersten Wochen der laufenden US-Airline-Berichtssaison abzeichnete.

Parallel zur Kostenkontrolle treibt American seine Netzwerkexpansion voran: Neue Verbindungen nach Budapest, Prag und Athen sowie die RĂŒckkehr als erster US-Carrier nach Caracas sollen zusĂ€tzliche Erlöse aus dem internationalen GeschĂ€ft bringen. Ob das reicht, um den Treibstoff-Gegenwind im laufenden Quartal auszugleichen, hĂ€ngt jedoch maßgeblich davon ab, wie sich die Kerosinpreise in den kommenden Wochen entwickeln.

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