Ams Osram Aktie: Analysten uneinig
28.01.2026 - 20:09:31Der Halbleiterkonzern Ams Osram steht vor einem Dilemma: Während die einen massives Aufwärtspotenzial sehen, warnen andere vor weiteren Kursverlusten. Die jüngste Herabstufung durch Kepler Cheuvreux verschärft die Diskussion um die Zukunft des angeschlagenen Unternehmens.
Erneute Abstufung binnen Wochen
Kepler Cheuvreux hat am 26. Januar sein „Reduce“-Rating bestätigt und das Kursziel von CHF 8,00 auf CHF 7,50 gesenkt. Bei einem aktuellen Kurs von 9,13 Euro entspricht dies einem erwarteten Abwärtspotenzial. Bereits im November 2025 hatte die Bank den Titel von „Hold“ auf „Reduce“ herabgestuft – die zweite Korrektur in kurzer Zeit.
Die Einschätzungen im Überblick:
- UBS: Buy-Rating, Kursziel CHF 14,00 (+70% Potenzial)
- Deutsche Bank: Buy-Rating, Kursziel CHF 9,50 (+15% Potenzial)
- Kepler Cheuvreux: Reduce-Rating, Kursziel CHF 7,50 (-9% Potenzial)
- JPMorgan: Underweight-Rating, Kursziel CHF 5,35 (-35% Potenzial)
JPMorgan hatte Anfang Dezember von einer Phase „maximaler Unsicherheit“ bei den Margen gesprochen und den pessimistischsten Ausblick abgegeben.
Entschuldung läuft
Das Unternehmen arbeitet aktiv an der Reduzierung seiner Schuldenlast. Am 19. Januar gab Ams Osram bekannt, Wandelanleihen im Nominalwert von 199,9 Millionen Euro zu 96 Prozent des Nennwerts zurückgekauft zu haben. Von der ursprünglichen Emission über 760 Millionen Euro bleiben noch 560,1 Millionen Euro ausstehend.
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Parallel bestätigte der Konzern am 12. Januar fortgeschrittene Verkaufsgespräche über bestimmte Geschäftsbereiche. Details zu den betroffenen Aktivitäten nannte das Management nicht. Diese Maßnahmen sind Teil des kommunizierten Entschuldungsplans.
Fundamentale Schwäche bleibt sichtbar
Die Kennzahlen zeichnen ein herausforderndes Bild: Das Unternehmen notiert weiterhin unter Buchwert mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,9. Das Ergebnis je Aktie lag zuletzt bei minus 1,69 Euro, die Eigenkapitalrendite beträgt minus 15,3 Prozent. Die strukturellen Probleme nach der Osram-Übernahme und den darauffolgenden Restrukturierungen sind noch nicht überwunden.
Am 10. Februar folgen die Quartalszahlen. Bis dahin dürfte die Aktie zwischen den gegensätzlichen Erwartungen schwanken – ein Spiegelbild der tiefen Unsicherheit über die weitere Entwicklung des Konzerns.
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