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Ams Osram Aktie: Japaner zahlen 114 Millionen

06.03.2026 - 05:54:07 | boerse-global.de

Der Photonikkonzern Ams Osram hat sein LampengeschÀft ENI an den japanischen Konzern Ushio verkauft. Die Transaktion ist Teil einer umfassenden Strategie zur Reduzierung der Schuldenlast.

Ams Osram Aktie: Japaner zahlen 114 Millionen - Foto: ĂŒber boerse-global.de
Ams Osram Aktie: Japaner zahlen 114 Millionen - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Der österreichisch-deutsche Photonikkonzern Ams Osram hat den Verkauf seines LampengeschĂ€fts ENI an den japanischen Technologiekonzern Ushio Inc. offiziell abgeschlossen. FĂŒr 114 Millionen Euro wechselt eine traditionsreiche Sparte den Besitzer – mitsamt Berliner ProduktionsstĂ€tten und 500 BeschĂ€ftigten. Die Transaktion ist ein weiterer Baustein in der rigorosen Entschuldungsstrategie des Konzerns.

LampengeschÀft wandert nach Japan

Das verĂ€ußerte ENI-GeschĂ€ft umfasst spezialisierte Lichtquellen fĂŒr Kino- und Infrastrukturprojekte sowie hochspezialisierte Lampen fĂŒr die Halbleiter-Waferfertigung. Neben den Produktionsanlagen in Berlin gehen auch sĂ€mtliche Forschungs- und EntwicklungskapazitĂ€ten sowie das geistige Eigentum an Ushio ĂŒber. Der japanische KĂ€ufer erweitert damit sein Portfolio im Segment der optischen Technologien.

Der Kaufpreis von 114 Millionen Euro versteht sich auf cash- und schuldenfreier Basis. FĂŒr Ams Osram bedeutet dies frisches Kapital zur Bilanzbereinigung, wĂ€hrend sich das Unternehmen kĂŒnftig konsequent auf digitale Photonik und Halbleiterlösungen konzentriert.

Teil eines grĂ¶ĂŸeren Plans

Der Ushio-Deal reiht sich in eine Serie von Desinvestitionen ein. Erst im Februar 2026 verkaufte Ams Osram sein Analog- und Mixed-Signal-SensorgeschĂ€ft fĂŒr 570 Millionen Euro an Infineon. Diese Sparte, die vorrangig Automobil-, Medizintechnik- und Industriekunden bediente, erwirtschaftete 2025 rund 220 Millionen Euro Umsatz. Bei dieser Transaktion wechselten 230 Mitarbeiter den Arbeitgeber – allerdings ohne zugehörige ProduktionsstĂ€tten.

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Das erklĂ€rte Ziel: Der Verschuldungsgrad, gemessen am VerhĂ€ltnis von Nettoverschuldung zum bereinigten EBITDA, soll unter 2 sinken. Parallel lĂ€uft das Sparprogramm „Simplify", das bis 2028 jĂ€hrlich 200 Millionen Euro einsparen soll. Die Kehrseite: Weltweit fallen rund 2.000 Stellen weg.

Die Aktie reagierte heute mit einem krĂ€ftigen Plus von knapp 5 Prozent auf die Vollzugsmeldung. Anleger werten den Abschluss der Transaktion offenbar als positives Signal fĂŒr die Entschuldungsstrategie. Ob die eingesparten Mittel und der strategische Fokus ausreichen, um das Unternehmen nachhaltig zu stabilisieren, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.

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