ROUNDUP, Gewinn

Gewinn von Biotechunternehmen Argenx schnellt in die Höhe

30.10.2025 - 16:42:33

AMSTERDAM - Ein starkes GeschÀft mit seinem Kassenschlager Vyvgart zur Behandlung schwerer Autoimmunkrankheiten hat das Biotech-Unternehmen Argenx NL0010832176 im dritten Quartal angetrieben.

(neu: Kurs ins Minus gedreht)

AMSTERDAM (dpa-AFX) - Ein starkes GeschĂ€ft mit seinem Kassenschlager Vyvgart zur Behandlung schwerer Autoimmunkrankheiten hat das Biotech-Unternehmen Argenx NL0010832176 im dritten Quartal angetrieben. Die NiederlĂ€nder steigerten ihren Umsatz und Gewinn krĂ€ftig. An der Börse half das den Aktien nur vorĂŒbergehend, obwohl auch die Neuigkeiten zur weiteren Medikamentenentwicklung des Unternehmens mit Zufriedenheit aufgenommen wurden.

Am Donnerstag im spĂ€ten Handel verloren die Papiere zuletzt knapp drei Prozent, nachdem sie zunĂ€chst um mehr als fĂŒnf Prozent nach oben auf einen Rekord bei gut 754 Euro gesprungen waren. Nach den deutlichen Kursgewinnen in den vergangenen Jahren war Argenx im September in den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 aufgenommen worden. Das Papier zog in den vergangenen zwölf Monaten um fast 40 Prozent an.

In den drei Monaten bis Ende September war der Erlös auf fast das Doppelte des Vorjahreswerts angestiegen und erreichte gut 1,1 Milliarden US-Dollar, wie Argenx in Amsterdam mitteilte. Das operative Ergebnis verbesserte sich trotz gestiegener Kosten auf 346 Millionen Dollar, ein Jahr zuvor war im TagesgeschÀft lediglich ein Ergebnis von 14 Millionen erzielt worden. Unter dem Strich schnellte der auf die AktionÀre entfallende Gewinn mit 344 Millionen Dollar auf fast das Vierfache hoch. Umsatz und operatives Ergebnis fielen deutlich besser aus, als von Bloomberg erfasste Experten erwartet hatten.

Bernstein-Analyst Justin Smith lobte das Zahlenwerk und sprach von soliden Resultaten. Zudem hob er positiv hervor, dass die NiederlĂ€nder ihre Ambitionen bis zum Jahr 2030 bekrĂ€ftigt hĂ€tten. Argenx will bis zum Ende des Jahrzehnts fĂŒr seine Medikamente Zulassungen fĂŒr zehn Anwendungsbereiche ergattern. Der Konzern zeigte sich zudem zuversichtlich, dass dann insgesamt 50.000 Patienten mit seinen Mitteln behandelt wĂŒrden.

Das Biotechunternehmen macht derzeit im Wesentlichen seinen Umsatz mit Vyvgart. Das Medikament mit dem Wirkstoff Efgartigimod Alfa gilt wegen seines speziellen Wirkprinzips als das erste in seiner Klasse. Es wird zur Behandlung gegen die Autoimmunkrankheit Myasthenia gravis eingesetzt, einer schweren MuskelschwÀche. Zuletzt wurde es auch zur Anwendung bei Patienten mit chronischer inflammatorischer demyelinisierender Polyneuropathie zugelassen. Bei zahlreichen weiteren Indikationen laufen derzeit Studien, einige Resultate werden in der ersten HÀlfte 2026 erwartet. Damit bereitet sich Argenx nach eigenen Angaben auf weitere Markzulassungen vor.

Konkrete Umsatz- oder Gewinnziele fĂŒr das laufende Jahr nennen die NiederlĂ€nder derweil nicht.

@ dpa.de

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