Aktien, Wien

Aktien Wien Schluss: Moderates Plus an ruhigem Wochenstart

08.12.2025 - 18:20:58 | dpa.de

An der Wiener Börse hat es an einem insgesamt ruhigen Wochenauftakt fĂŒr moderate Gewinne gereicht.

Als tragende SĂ€ule erwiesen sich vor allem die schwer gewichteten Bankwerte. Der ATX AT0000999982 schloss am Montag mit einem Plus von 0,35 Prozent bei 5.099,68 Punkten. Am Freitag hatte der Leitindex bei gut 5.124 Einheiten eine weitere Rekordmarke gesetzt, bevor ihm im Handelsverlauf die Luft ausgegangen war.

Der ATX Prime stieg zum Wochenstart um 0,26 Prozent auf 2.678,30 ZÀhler. Eine Àhnlich abwartende Haltung war im europÀischen Umfeld zu sehen.

Der Fokus der Marktakteure dĂŒrfte bereits auf den Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Mittwoch gerichtet sein. Zwar wird am Markt weitgehend von einer Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte ausgegangen, angesichts der erhöhten Inflation und der Uneinigkeit innerhalb der Fed besteht aber grĂ¶ĂŸere Unsicherheit ĂŒber den Zinsverlauf im kommenden Jahr. Folglich dĂŒrften die Kommunikation rund um den Zinsentscheid sowie die Fed-Projektionen zu Wachstum, Inflation, Arbeitslosenrate und den Leitzinsen genauestens beĂ€ugt werden.

Finanzwerte bekamen etwas UnterstĂŒtzung von steigenden Marktzinsen. Hintergrund waren am Berichtstag unter anderem Aussagen von EZB-Direktorin Isabel Schnabel, die eine Talsohle bei den Leitzinsen signalisierte. "Sowohl die MĂ€rkte als auch die Umfrageteilnehmer erwarten, dass der nĂ€chste Zinsschritt eine Anhebung sein wird, wenn auch nicht in naher Zukunft", sagte Schnabel in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. Mit diesen Erwartungen sei sie "durchaus einverstanden".

In Wien schlossen daraufhin Aktien der Banken Erste Group AT0000652011 und Bawag AT0000BAWAG2 mit Gewinnen von 0,8 beziehungsweise 1,5 Prozent. Auch die Papiere der Versicherer waren gefragt, insbesondere die zuletzt stark gelaufenen VIG AT0000908504-Anteile zogen um weitere 1,6 Prozent an.

Unterdessen gaben die Verbund-Anteile nach einer "Underperform"-Einstufung der RBC um 1,7 Prozent auf 63,00 Euro nach. Das Kursziel setzte die kanadische Bank bei 57,50 Euro fest. Sinkende erzielte Preise, politische Interventionen in Österreich und ein Mangel an akkretiven Wachstumschancen sollten die Aktien in der kurzen Frist belasten, schrieb Analyst Alexander Wheeler.

Ansonsten blieb die Meldungslage zu heimischen Unternehmen ruhig. Etwas gestĂŒtzt wurde der ATX noch von den OMV AT0000743059-Papieren, die sich um ein halbes Prozent verfestigten. Ebenfalls mit AufschlĂ€gen schlossen die Bauwerte. Industrie- und Immobilientitel gaben dagegen tendenziell nach. Die heimischen Titel folgten damit ĂŒberwiegend den gesamteuropĂ€ischen Branchentrends.

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