Erneute Warnstreiks an NRW-Unikliniken - danach an allen Schulen
27.01.2026 - 06:33:01An mehreren dieser Unikliniken hatte es bereits in den vergangenen Wochen ein- oder mehrtĂ€gige Arbeitsniederlegungen gegeben. Hintergrund ist der Tarifkonflikt im Ăffentlichen Dienst der LĂ€nder.
An welchen Unikliniken wird gestreikt?
FĂŒr Dienstag (27. Januar) und Mittwoch (28. Januar) hat die Gewerkschaft Verdi an folgenden NRW-Unikliniken im Rahmen bundesweiter Aktionen zu Warnstreiks aufgerufen:
- Uniklinik Aachen
- Uniklinik Köln
- Uniklinik MĂŒnster
- Uniklinik Bonn
- Uniklinik Essen
- Uniklinik DĂŒsseldorf
Welche Auswirkungen hat das?
Bei den Warnstreiks in den vergangenen Wochen hatte Verdi NRW erklÀrt, dass ein Teil der Operationen entfallen könnte und mit erheblichen Auswirkungen auf die AblÀufe zu rechnen sei. Per Notdienstvereinbarung sei aber gewÀhrleistet, dass dringliche FÀlle versorgt werden. Die Kliniken informierten Patienten.
Um welche Berufsgruppen geht es?
An den Unikliniken geht es um das Entgelt fĂŒr Pflegerinnen und Pfleger, Labormitarbeiter, Verwaltungsmitarbeiter, Serviceassistenten und andere BeschĂ€ftigte. Um Ărzte geht es bei den Warnstreiks nicht, da deren Bezahlung ĂŒber einen Tarifvertrag der Ărztegewerkschaft Marburger Bund geregelt ist.
Sind auch Hochschulen und andere Einrichtungen betroffen?
Die GEW hat an zahlreichen Hochschulen fĂŒr Mittwoch BeschĂ€ftigte und studentische BeschĂ€ftigte zu Warnstreiks aufgerufen. Verdi ruft fĂŒr Donnerstag junge BeschĂ€ftigte an UniversitĂ€tskliniken, Hochschulen, Bezirksregierungen und weiteren Einrichtungen der Landesverwaltung zu Aktionen auf.
Warum sind Schulen am Donnerstag betroffen?
FĂŒr Donnerstag (29. Januar) hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bundesweit zu Warnstreiks an allen Schulen aufgerufen. Damit werden die Aktionen ausgeweitet. In NRW hatte es bislang einen Warnstreiktag an Schulen gegeben, von denen einige StĂ€dte und Regionen betroffen waren. Bei den Warnstreiks an Schulen geht es nicht nur um angestellte LehrkrĂ€fte. Die Aktionen beziehen auch etwa SozialpĂ€dagogen und Schulsozialarbeiter ein.
Was sollten Eltern machen?
Das Schulministerium rĂ€t Eltern, auf Informationen der Schule zu achten. Die Schulen seien bemĂŒht, im Rahmen der personellen Möglichkeiten eine Aufsicht und Betreuung der SchĂŒler sicherzustellen. Beamtete LehrkrĂ€fte dĂŒrften sich nicht an Streiks beteiligen und stĂŒnden grundsĂ€tzlich weiter zur VerfĂŒgung.
Was ist der Hintergrund dieser Warnstreiks?
Verdi und GEW fordern fĂŒr die mehr als 920.000 TarifbeschĂ€ftigten der LĂ€nder sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr. Von LĂ€nderseite waren die Forderungen wegen knapper Haushalte wiederholt als ĂŒberzogen zurĂŒckgewiesen worden. Allerdings war von Arbeitgeberseite auch Zuversicht zu hören, dass ein Abschluss im Februar zustande kommen könnte.

