NRW, Warnstreiks

NRW: Warnstreiks an vielen Schulen und einigen Unikliniken

21.01.2026 - 06:09:19

An vielen Schulen hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) angestellte LehrkrÀfte zu Warnstreiks aufgerufen.

Sie geht davon aus, dass es durch die Arbeitsniederlegungen heute an einigen Schulen zu EinschrÀnkungen beim Unterricht kommen kann.

Welche Schulen sind betroffen?

In Gelsenkirchen, Köln, MĂŒnster sowie der Region Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen sind Aktionen geplant. In diesen StĂ€dten und Kreisen werden BeschĂ€ftigte an allen Schulen zur Teilnahme aufgerufen. Dabei geht es nicht nur um Lehrer. Die Warnstreiks beziehen auch etwa SozialpĂ€dagogen und Schulsozialarbeiter ein.

Was sollten Eltern machen?

Das Schulministerium rĂ€t Eltern, auf Informationen der Schule zu achten. Die Schulen seien bemĂŒht, im Rahmen der personellen Möglichkeiten eine Aufsicht und Betreuung der SchĂŒler sicherzustellen. Beamtete LehrkrĂ€fte dĂŒrften sich nicht an Streiks beteiligen und stĂŒnden grundsĂ€tzlich weiter zur VerfĂŒgung.

Was sollten Autofahrer beachten?

Bei elf Tunneln im Zuge von Bundes- und Landesstraßen mĂŒssen Auto- und Lkw-Fahrer mit Sperrungen bis Mittwoch 16 Uhr rechnen. Solche langen Tunnel mĂŒssen aus SicherheitsgrĂŒnden ĂŒberwacht werden. Verdi hat zum Warnstreik in der Tunnelleitzentrale des Landesbetriebs Straßen.NRW aufgerufen. Der Landesbetrieb informiert im Internet in einer Übersicht ĂŒber die Tunnel.

Gibt es EinschrÀnkungen an Unikliniken?

An der Uniklinik DĂŒsseldorf geht ein dreitĂ€giger Warnstreik weiter, der am Dienstag begonnen hat. Streikbedingt mĂŒssten in dem Zeitraum einige der geplanten Aufnahmen verschoben werden, teilte die Uniklinik im Internet mit. UngefĂ€hr die HĂ€lfte der OP-SĂ€le ist den Klinikangaben zufolge in Betrieb.

Außerdem startet an der Uniklinik Essen ein zweitĂ€giger Warnstreik. Zu möglichen Auswirkungen Ă€ußerte sich ein Kliniksprecher im Vorfeld nicht. FĂŒr Donnerstag ist ein Warnstreik an der Uniklinik Aachen geplant. Verdi geht davon aus, dass dort etwas mehr als der HĂ€lfte der Operationen ausfallen werden.

Um was geht es?

Verdi fordert fĂŒr die mehr als 920.000 TarifbeschĂ€ftigten der LĂ€nder sieben Prozent mehr Einkommen - mindestens aber 300 Euro mehr. Von LĂ€nderseite waren die Forderungen wegen knapper LĂ€nderhaushalte wiederholt als ĂŒberzogen zurĂŒckgewiesen worden. Allerdings war von Arbeitgeberseite auch Zuversicht zu hören, dass ein Abschluss im Februar zustande kommen könnte.

@ dpa.de