Trump-Forderung, Moskau

Nach Trump-Forderung: Moskau will kein Einfrieren der Front

21.10.2025 - 14:46:47

Anders als von US-PrÀsident Donald Trump vorgeschlagen, will Russland die KÀmpfe nicht an der aktuellen Frontlinie im Ukraine-Krieg einstellen.

"Wenn man einfach so aufhört, bedeutet das, die Ursachen dieses Konflikts zu vergessen", sagte Außenminister Sergej Lawrow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge.

Es bedeute auch, "dass ein riesiger Teil der Ukraine unter FĂŒhrung eines Nazi-Regimes bleibt", sagte der Minister. Die russische Propaganda behauptet immer wieder, dass es in der Ukraine eine rechtsgerichtete Regierung gebe. Der Sturz der Regierung in Kiew ist ein erklĂ€rtes Kriegsziel Moskaus.

Die Idee einer sofortigen Waffenruhe stehe außerdem im Gegensatz zu den Vereinbarungen des russisch-amerikanischen Gipfels in Alaska, sagte Lawrow. Dort waren Trump und Kremlchef Wladimir Putin im August im Ringen um eine Friedenslösung fĂŒr den Ukraine-Krieg zusammengekommen - allerdings ohne greifbare Ergebnisse.

Moskau ist in seinem seit mehr als dreieinhalb Jahren andauernden Angriffskrieg bisher bei Maximalforderungen geblieben. Demnach soll die Ukraine auf einen Nato-Beitritt verzichten und neben der Halbinsel Krim auch die Gebiete Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja vollstÀndig abtreten. Putin betont immer wieder, dass diesmal eine umfassende Friedensvereinbarung ausgehandelt werden solle - parallel zu den andauernden KÀmpfen.

Trump: Truppen sollen jeweils dort bleiben, wo sie sind

US-PrĂ€sident Trump sagte zuletzt, Russland und die Ukraine sollten jeweils dort bleiben, wo sich ihre Truppen aktuell befĂ€nden, alles Weitere sei "sehr schwer auszuhandeln". Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj stimmte zu, ergĂ€nzte aber: "Beide Seiten mĂŒssen stoppen, doch das ist eine Frage an Putin, denn wir haben den Krieg nicht begonnen."

In einer ErklĂ€rung unterstĂŒtzten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die Ukraine und andere LĂ€nder die Forderung, die aktuelle Frontlinie als Ausgangspunkt fĂŒr Verhandlungen zu nehmen.

@ dpa.de