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Android 16: Schneller Start, doch Fragmentierung bleibt

31.01.2026 - 18:53:12

Googles neues Betriebssystem erreicht 7,5 Prozent Marktanteil, doch die Verteilung bleibt gespalten. Selbst für Pixel-Geräte verzögern sich wichtige Sicherheitsupdates.

Android 16 läuft bereits auf 7,5 Prozent aller Geräte – ein beachtlicher Frühstart für Googles neues Betriebssystem. Doch die aktuellen Verbreitungszahlen zeigen auch das alte Problem der Plattform: Die Fragmentierung bleibt enorm, während selbst Google bei einem simplen Sicherheitsupdate für seine eigenen Pixel-Handys ins Straucheln gerät.

Verteilung: Android 15 führt, alte Versionen halten sich hartnäckig

Die offiziellen Zahlen, veröffentlicht über Android Studio, zeigen ein gespaltenes Ökosystem. Android 15 hält mit 19,3 Prozent Marktanteil weiter die Spitzenposition. Dicht dahinter folgt Android 14 mit 17,2 Prozent. Auffällig ist die anhaltende Präsenz älterer Systeme: Android 13 (13,9 %) und sogar das vier Jahre alte Android 11 (13,7 %) sind noch auf Millionen Geräten im Einsatz.

Für Entwickler ist diese Zersplitterung eine stete Herausforderung. Sie müssen entscheiden, welche Versionen sie mit neuen App-Funktionen und wichtigen Sicherheitsupdates noch unterstützen. Die lange Lebensdauer vieler Android-Handys ist für Nutzer ein Segen, für ein sicheres und einheitliches Ökosystem jedoch ein Fluch.

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Update-Tempo: Hersteller treiben Android 16 voran

Der Anteil von 7,5 Prozent etwa sieben Monate nach dem Start im Juni 2025 deutet auf eine schnellere Verbreitung hin als bei manchem Vorgänger. Treiber sind koordinierte Rollouts der großen Hersteller. Nach Google selbst brachte Samsung sein auf Android 16 basierendes One UI 8 bereits im September 2025 auf den Markt. Auch OnePlus und Oppo folgten mit Updates für ihre Top-Modelle noch vor Jahresende.

Doch dieser Schwung ist vor allem ein High-End-Phänomen. Die große Masse der Mittelklasse- und Budget-Geräte wartet noch auf das Update. Erst wenn es diese Geräte erreicht, kann Android 16 seine Marktanteile 2026 wirklich ausbauen.

Pannen-Patch: Googles eigenes Pixel-Update verzögert sich

Während die Verteilungszahlen Fortschritt suggerieren, offenbart die Praxis aktuelle Schwächen. Der Rollout des Januar-2026-Sicherheitsupdates für Android 16 verlief für viele Nutzer holprig – ausgerechnet für Besitzer von Googles eigenen Pixel-Geräten.

Nutzer weltweit berichteten von ungewöhnlich langen Verzögerungen bei der Auslieferung des Patches. Das sorgt für Frust in der Kerngruppe der Android-Community. Das Update soll zudem anhaltende Fehler beheben, darunter Probleme mit Wi-Fi- und Bluetooth-Verbindungen. Dass selbst bei Googles Hausmarke ein routinemäßiges Sicherheitsupdate stockt, zeigt die operativen Tücken im komplexen Android-Kosmos.

Ausblick: Wachstum ja, Einheitlichkeit nein

Android 16 steht an der Schwelle zum Massenmarkt. Analysten erwarten, dass es bis Jahresende ältere Versionen überholt und zur führenden Distribution aufsteigt. Die aktuellen 7,5 Prozent sind ein Beleg dafür, dass die Bemühungen von Google und Partnern für schnellere Updates wirken.

Doch der Weg zu einem einheitlichen Ökosystem bleibt steinig. Noch immer nutzen über 60 Prozent der Anwender eine der drei Vorgängerversionen (13, 14 oder 15). Die jüngsten Pannen mit dem Sicherheitspatch sind eine Mahnung: Die schnelle Verbreitung einer Hauptversion ist nur die halbe Miete. Die zuverlässige und pünktliche Lieferung monatlicher Sicherheitsupdates über alle Hersteller und Preisklassen hinweg bleibt die größte Baustelle für Android.

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