Aktien Frankfurt Schluss: Zollsorgen drĂŒcken Dax unter 25.000-Punkte-Marke
Veröffentlicht am: 19.01.2026 um 17:45 Uhr | dpa.deDer Leitindex kÀmpfte um die psychologisch viel beachtete Marke von 25.000 Punkten und gab letztlich um 1,34 Prozent auf 24.959,06 ZÀhler nach.
Am Wochenende kam es zur Eskalation zwischen Washington und Europa, weshalb sich nun ein nĂ€chster Handelsstreit anbahnen könnte. Trump beansprucht die zu DĂ€nemark gehörende Arktisinsel Grönland fĂŒr die USA. Die europĂ€ischen Nato-Partner lehnen dies ab, weshalb Trump ab dem 1. Februar neue Strafzölle von 10 Prozent verhĂ€ngen will. Vom 1. Juni an sollen es dann 25 Prozent sein. Am Donnerstag wird ein EU-Sondergipfel in BrĂŒssel stattfinden, um zu beraten, wie die EU am besten auf Trumps Drohungen reagieren kann.
Am vergangenen Dienstag war der Dax noch auf ein Rekordhoch ĂŒber 25.500 Punkte geklettert. Jetzt ist er erneut vom "Zollhammer getroffen" worden, und dabei geht es "um mehr als nur Handelspolitik", wie Christine Romar von CMC Markets kommentierte. Mit dem neuen Konflikt gehe es "um die Zukunft der transatlantischen Beziehungen, um die Zukunft der Nato und um die gesamte handelspolitische Ordnung zwischen zwei der weltweit gröĂten WirtschaftsmĂ€chte". Die US-Börsen seien an diesem Montag geschlossen und die Indikationen in New York sprĂ€chen fĂŒr eine tiefrote Eröffnung am Dienstag, aber eine derartige Eskalation sei lĂ€ngst nicht eingepreist, schrieb die CMC-Europa-Chefin.
Der MDax DE0008467416 der mittelgroĂen Börsenwerte beendete den Tag 1,61 Prozent tiefer auf 31.385,57 Punkten. Europaweit wurden ebenfalls Verluste verbucht. Der EuroStoxx 50 EU0009658145 bĂŒĂte 1,72 Prozent auf 5.925,82 ZĂ€hler ein und auch in der Schweiz und GroĂbritannien gaben die Leitbörsen nach.
Nach den Worten von Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank, zeigt sich beim Grönland-Streit, dass die Handelsstreitigkeiten "bei weitem noch nicht beigelegt sind". Bisher hĂ€tten die verhĂ€ngten Zölle der US-Wirtschaft kaum geschadet und in Europa habe es in Deutschland zuletzt positive KonjunkturĂŒberraschungen gegeben. Doch der Grönland-Konflikt mahne zur Vorsicht. Die weltwirtschaftliche Entwicklung stehe "auf tönernen FĂŒĂen".
