Nationaler Energienotstand auf den Philippinen ausgerufen
24.03.2026 - 18:32:55 | dpa.deDie steigenden Ălpreise stellten eine Bedrohung fĂŒr die Energiesicherheit des Landes dar, teilte Ferdinand Marcos Jr. mit.
Die Anordnung sieht demnach vor, dass das Energieministerium des sĂŒdostasiatischen Inselstaats verschiedene MaĂnahmen gegen Preistreiberei, Wucher und Marktmanipulation ergreifen kann. Der Notstand gelte fĂŒr ein Jahr - sofern er nicht vom PrĂ€sidenten verlĂ€ngert oder aufgehoben werde, hieĂ es weiter in der Anordnung von Dienstag.
Die Regierung kĂŒndigte an, Fahrern im öffentlichen Nahverkehr und Pendlern weiter TreibstoffzuschĂŒsse zu gewĂ€hren, und stellte auch Berufsgruppen wie Landwirten und Fischern finanzielle UnterstĂŒtzung in Aussicht.
Extrem von blockiertem Ălhandel betroffen
Wegen der weitgehenden Blockade der StraĂe von Hormus stocken die Ăltransporte, infolgedessen steigen etwa die Spritpreise an den Tankstellen. 95 Prozent des Ăls auf den Philippinen ist importiert. Daher ist das Land massiv von den Marktstörungen durch den Konflikt in der Golfregion betroffen. ZusĂ€tzlich verschĂ€rft wird die Situation derzeit durch den Rekordtiefstand des philippinischen Peso von 60 zu 1 US-Dollar.
Laut Behördenangaben haben im MĂ€rz aufgrund der Ălpreiskrise mehr als 400 Tankstellen auf den Philippinen ihren Betrieb eingestellt. Untersucht werde, ob die Tankstellen ihre VorrĂ€te nur fĂŒr höhere Einzelhandelspreise zurĂŒckhalten.
Um Energie zu sparen, hat das Land bereits eine Vier-Tage-Woche fĂŒr viele staatliche Behörden eingefĂŒhrt. Auch sollen nach Anordnung des PrĂ€sidenten Behörden ihren Strom- und Treibstoffverbrauch um 10 bis 20 Prozent senken.
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