Eskalation, Karibik

Eskalation in der Karibik: Maduro ruft Trump zum Frieden auf

14.11.2025 - 18:59:56

Angesichts der massiven US-MilitĂ€rprĂ€senz in der Karibik hat Venezuelas PrĂ€sident NicolĂĄs Maduro seinen Kollegen Donald Trump zur ZurĂŒckhaltung ermahnt.

"Ja, Frieden", sagte der autoritĂ€re Staatschef bei einer Kundgebung in Caracas auf die Frage eines CNN-Reporters, ob er eine Botschaft an Trump habe. Er rief die Menschen in den Vereinigten Staaten dazu auf, fĂŒr den Frieden einzutreten. "Keine endlosen Kriege mehr. Kein Libyen mehr. Kein Afghanistan mehr."

Das Pentagon veröffentlichte derweil Bilder des FlugzeugtrĂ€gers "USS Gerald R. Ford" im Westatlantik. Auf einem Foto ist das grĂ¶ĂŸte Kriegsschiff der Welt begleitet von drei weiteren Marineschiffen zu sehen, ĂŒber dem Verband fliegen ein Langstreckenbomber und mehrere Kampfflugzeuge.

USA leiten Operation "Southern Spear" ein

Am Donnerstag hatte Pentagon-Chef Pete Hegseth, der sich seit Kurzem Kriegsminister nennt, den Beginn der Operation "Southern Spear" (sĂŒdlicher Speer) zum Kampf gegen Drogenschmuggel in der Region angekĂŒndigt. In den vergangenen Wochen haben die US-StreitkrĂ€fte in der Region rund 20 Boote mutmaßlicher Drogenschmuggler versenkt, etwa 80 Menschen kamen dabei ums Leben.

Spekulationen ĂŒber Intervention in Venezuela

Wegen des Zusammenziehens starker KrĂ€fte vor der KĂŒste von Venezuela gab es zuletzt allerdings Spekulationen, ob die US-Regierung nicht tatsĂ€chlich einen Machtwechsel in Caracas anstrebt. So bestĂ€tigte Trump beispielsweise, dass er verdeckte EinsĂ€tze des US-Auslandsgeheimdienstes CIA in Venezuela freigegeben habe.

Moskau rief die Regierung in Washington dazu auf, sich nicht unter dem Vorwand der DrogenbekĂ€mpfung in die inneren Angelegenheiten souverĂ€ner Staaten einzumischen. "Die Situation wird dadurch verschĂ€rft, dass die US-Regierung keine Beweise vorgelegt hat, die die von ihnen angegriffenen Schiffe und Besatzungen mit illegalem Drogenhandel in Verbindung bringen", sagte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa laut der Nachrichtenagentur Tass.

@ dpa.de