Merz und Co. suchen Lösungen fĂŒr abgeschlagene Wirtschaft
12.02.2026 - 05:50:03 | dpa.deBei dem Spitzentreffen in einem Wasserschloss im flÀmischen Teil Belgiens geht es vor allem um die Frage, wie Europa vor dem Hintergrund der neuen geopolitischen Herausforderungen wettbewerbsfÀhiger werden kann.
Hohe Energiepreise, viel Papierkram, starke Konkurrenz vor allem aus China und den USA setzen der europÀischen Wirtschaft schwer zu. Die Probleme sind teils hausgemacht, teils Folge weltpolitischer Entwicklungen wie der aggressiven Zollpolitik der USA unter PrÀsident Donald Trump oder der aus EU-Sicht unfairen Handelspolitik Chinas.
Die EU-LĂ€nder sind sich einig, dass die Wirtschaft wieder auf Spur gebracht werden muss - allerdings gehen die Meinungen nach dem Wie bislang teils auseinander. Kanzler Merz und EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen etwa sprechen sich vor allem fĂŒr einen Abbau der BĂŒrokratie aus, fĂŒr Handelsabkommen mit Drittstaaten und dafĂŒr, den Binnenmarkt zu stĂ€rken und auch hier HĂŒrden abzubauen.
Der französische PrĂ€sident Emmanuel Macron schlĂ€gt vor, gemeinsame Schulden aufzunehmen, um Investitionen anzukurbeln. DarĂŒber hinaus plĂ€diert Paris stark dafĂŒr, dass Europa kĂŒnftig europĂ€ische Unternehmen bevorzugen soll - beispielsweise bei öffentlichen AuftrĂ€gen. Berlin zeigt sich hier zurĂŒckhaltender.
Die Zusammenkunft nahe der niederlÀndischen Stadt Maastricht einen Tag nach einem Treffen von Merz und einiger seiner Amtskollegen mit Vertretern von Europas Industrie ist informeller Natur und vor allem als Austausch gedacht.
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