Europa bevorzugen: SPD will mehr Schutz fĂŒr heimische Unternehmen
09.03.2026 - 00:36:11 | dpa.de"Europa darf nicht vom Spielfeldrand aus zuschauen, wenn andere groĂe WirtschaftsrĂ€ume ihre Industrien schĂŒtzen und wirtschaftliche AbhĂ€ngigkeiten ausnutzen", sagte Parteichef und Finanzminister Lars Klingbeil der "Rheinischen Post". "Wir wollen Europa wirtschaftlich so stark machen, dass wir nicht erpressbar sind."
China und die USA im Fokus
Einen aktuellen Vorschlag der EU-Kommission fĂŒr mehr wirtschaftliche SouverĂ€nitĂ€t halte er fĂŒr nicht ambitioniert genug. Nach dem Bericht der Zeitung will das SPD-PrĂ€sidium am Montag einen Beschluss fassen, der unter anderem vorsieht, bei öffentlichen AuftrĂ€gen gezielt Produkte und Dienstleistungen aus Europa zu bevorzugen. AbhĂ€ngigkeiten zum Beispiel beim Thema Energie sollten verringert werden. Als Wettbewerber nennt das Papier demnach China und die USA. Bei China kritisiere die SPD die massiven staatlichen Subventionen, im Falle der USA die hohen Zölle.
Arbeitsministerin BĂ€rbel Bas, ebenfalls SPD-Chefin, sagte der Zeitung, eine starke europĂ€ische Industriepolitik bedeutete mehr Produktion und Wertschöpfung in Europa und "klare Regeln gegen Dumping", mit dem Preise und Standards unterlaufen wĂŒrden.
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